Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens: 500.000 Euro Sachschaden
Bildtext einblenden
Foto: Kreisfeuerwehrverband Traunstein / Feuerwehr Tro

Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens: 500.000 Euro Sachschaden

Obing – Bei einem Brand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Mitterpirach bei Frabertsham ist in der Nacht zum Samstag, 9. Juli, ein Stall mit Heu- und Strohstadel bis auf die Grundmauern niedergebrannt.


Um 23.52 Uhr wurde Großalarm für die Feuerwehren aus Albertaich, Obing und Umgebung ausgelöst. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der Stadel im Vollbrand. Die Feuerwehren konzentrierten darauf das Vieh aus den Stallungen zu retten und das angebaute Wohnhaus vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen. Auch die benachbarten Stallgebäude wurden abgeschirmt und das Vieh vorsorglich ins Freie gebracht.

Die Polizei meldete das zehn Kälber in den Flammen verendeten, tatsächlich waren es nach Angaben der Feuerwehr-Einsatzleitung vier, die weiteren im brennenden Stall befindlichen konnten gerettet werden.

Rund um das brennende Gebäude postierten sich zahlreiche Löschtrupps, auch wurden zwei Drehleitern in Stellung gebracht, die aus der Höhe Wasser auf den brennenden Stadel spritzten. Insgesamt 25 Atemschutztrupps sorgten auch im Innenangriff über das Wohnhaus, dass sich das Feuer nicht ausweitete. An der Brandwand zum Wohngebäude konnte ein Übergriff der Flammen verhindert werden. Das Wohnhaus wurde deshalb nur im Bereich des Giebels in Mitleidenschaft gezogen. Auf dem brennenden Stadel befand sich eine Photovoltaikanlage, die durch das Feuer komplett zerstört wurde.

Um die Wasserversorgung für die Löschtrupps sicherzustellen wurden auch Richtung Honau mehrere lange Schlauchleitungen bis zum Brandort verlegt. Es wurde zudem ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet, die Wasser bis zur Brandstelle transportieren. Geleitet wurde der Großeinsatz von Patrick Spiel, 1. Kommandant der Feuerwehr Albertaich, unterstützt von den Kreisbrandinspektoren Sepp Egginger und Georg König, Kreisbrandmeister Alexander Heide und Fach-Kreisbrandmeister Atemschutz Stefan Thurner. Die UG-ÖEL, die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung sorgte für die Kommunikation unter den eingesetzten Einheiten und stand der Einsatzleitung für vielerlei Aufgaben zur Seite.  

Insgesamt waren rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehren und Rettungsdienst vor Ort. Alarmiert und im Einsatz waren die Feuerwehren Albertaich, Obing, Kirchstätt, Kienberg, Trostberg, Emertsham und Seeon sowie die Wehren Schönberg und Elsbeth aus den Landkreisen Rosenheim und Mühldorf. Der Rettungsdienst war mit Rettungswagen, später abgelöst durch eine Schnell-Einsatz-Gruppe und dem Organisatorischen Einsatzleiter Rettungsdienst präsent, musste aber nicht eingreifen, verletzt wurde niemand.

Die Nachlöscharbeiten, das Abtragen und der Abtransport des Brandgutes dauerte bis zum Samstagvormittag. Die meisten der Feuerwehreinheiten rückten bei Anbruch der Morgendämmerung ab. Die Feuerwehren Albertaich und Obing blieben als Brandwacht und für notwendig Nachlöscharbeiten vor Ort.  

Die Ursache des Feuers ist unklar. Noch in der Nacht übernahm der Dauerdienst der Kriminalpolizei (KDD) Traunstein die Ermittlungen zur Brandursache. Diese werden in den nächsten Tagen durch das Fachkommissariat fortgeführt.

 

pv