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Braunschweiger Hoffnungsschimmer: 1:0 gegen Hoffenheim

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Eintracht Braunschweig - 1899 Hoffenheim
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Der Braunschweiger Torschütze Torsten Oehrl (M.) lässt sich feiern. Foto: Peter Steffen Foto: dpa

Braunschweig (dpa) - Ein Treffer von Torsten Oehrl hat Eintracht Braunschweig im letzten Spiel vor der Winterpause überraschend drei Punkte gebracht. Per Foulelfmeter erzielte der Braunschweiger in der 29. Minute den einzigen Treffer zum umjubelten 1:0 (1:0)-Sieg gegen 1899 Hoffenheim.


«Das macht mich sehr stolz», sagte Trainer Torsten Lieberknecht nach dem unerwarteten Erfolg. Für die Niedersachsen gab es nach vier Niederlagen mit nunmehr elf Zählern einen neuen Hoffnungsschimmer, die Hoffenheimer mussten dagegen zum Abschluss der Hinrunde in der Fußball-Bundesliga einen Rückschlag verkraften. «Wir haben uns auf ein intensives Kampfspiel eingestellt, und das war es auch», sagte 1899-Trainer Markus Gisdol und beschwerte sich über die angebliche Benachteiligung durch Schiedsrichter Guido Winkmann.

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Das erste Duell der beiden Teams überhaupt war hektisch und hart. Schiedsrichter Winkmann hatte Mühe, die Partie unter Kontrolle zu halten und zeigte dem Braunschweiger Timo Perthel Gelb-Rot (82.). Die Trainer Lieberknecht und Gisdol hatten am hektischen Spiel ihren Anteil, beschimpften sich gegenseitig und wurden vom Referee in der 38. Minute ernsthaft ermahnt. «Er hat gesagt, dass wir besser miteinander umgehen sollten», sagte Lieberknecht.

Die Braunschweiger waren die gefährlichere Mannschaft, auch wenn die Gäste mehr Ballbesitz hatten. Die bisher so harmlose Eintracht erarbeitete sich gegen die in der Abwehr konfusen Hoffenheimer ungewohnt viele Chancen, nutzen diese jedoch nicht konsequent genug. Zudem trieb der starke Hoffenheimer Keeper Jens Grahl die Gäste zur Verzweiflung.

Den ersten Torjubel gab es bereits nach 14 Minuten, als Oehrl traf, aber Schiedsrichter Winkmann den Treffer wegen einer umstrittenen Abseitsentscheidung nicht gab. Nur zwei Minuten später lief Orhan Ademi allein auf das 1899-Tor zu, scheiterte jedoch trotz perfekter Ausgangssituation am glänzend reagierenden Grahl. «Er hält überragend in einigen Situationen», lobte Lieberknecht.

Hoffenheims Trainer Gisdol reagierte früh: Jeremy Toljan musste schon nach 22 Minuten wieder auf die Bank. Für den Linksverteidiger kam Sejad Salihovic, Toljans Position übernahm der zuvor im Mittelfeld spielende Fabian Johnson. Doch die Eintracht drückte weiter und traf - nach einem Luft-Zweikampf von Sven Schipplock und Ermin Bicakcic - durch einen sicher verwandelten Strafstoß von Oehrl.

Möglicherweise wäre die Partie anders verlaufen, wenn Salihovic eine Minute nach seiner Einwechselung getroffen hätte: Der Bosnier war alleine auf Eintracht-Keeper Daniel Davari zugelaufen, hatte den Ball allerdings an den Pfosten gehämmert.

Die Hoffenheimer taten gegen die lauffreudigen Braunschweiger zu wenig und hatten kurz nach dem Wiederanpfiff Glück, dass Grahl ein zweites Mal gegen den allein vor ihm auftauchenden Ademi parieren konnte. Zwingende Chancen zum Ausgleich gab es trotz der deutlich besseren Technik nicht, ehe Anthony Modeste (88.) den Ball aus sieben Meter frei stehend über das Tor schoss.

Kurz vor der Partie hatte sich Eintracht-Präsident Sebastian Ebel an die Fans gewandt und sie für ihr Engagement gelobt und angestachelt: «Mit dieser Unterstützung werden wir den Klassenerhalt schaffen.» Nach der Partie feierten die Spieler gemeinsam mit den Anhängern.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 38,1 - 61,9
Torschüsse: 14 - 16
gew. Zweikämpfe in %: 50 - 50
Fouls: 17 - 19
Ecken: 7 - 8

Quelle: optasports.com