BRK-Wasserwacht bereits vor dem Hochwasser stark gefordert

BRK-Wasserwacht bereits vor der Hochwasser-Katastrophe im inneren Landkreis stark gefordert
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Foto: BRK BGL

Berchtesgadener Land – Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der BRK-Wasserwacht waren bereits in den Tagen vor dem großen Hochwasser im inneren Landkreis stark gefordert. Dabei wurden unter anderem die Wasserwachten Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Freilassing-Ainring und Laufen-Leobendorf in die Katastrophengebiete in Nordrhein-Westfalen geschickt. Dort waren sie zusammen mit der Bergwacht Chiemgau Canyon-Retter, Spezialisten für Strömungs- und hubschraubergestützte Wasserrettung und Taucher als Teil des Wasserrettungszugs Oberbayern von Donnerstag, 15. Juli, bis Samstag, 17. Juli, im Einsatz. Die Canyon-Retter waren in der Einsatzleitung in Bad Tölz und bei der Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim zur Besetzung der Helis.


Hochwasser im inneren Landkreises

Die Wasserwacht Berchtesgaden unterstützte am Montagvormittag, 19. Juli, vier Stunden lang mit ihrem eigenen Aggregat die Pump-Arbeiten im vom Hochwasser betroffenen Mehrgenerationenhaus (Werk34) in Berchtesgaden. Von Samstag, 17. Juli, bis Montag waren die heimischen Wasserwachten während der großen Hochwasser-Katastrophe im inneren Landkreis im Einsatz. Unter anderem wurde ein besetztes Auto von der überufernden Ache abgetrieben. Die Feuerwehr Piding musste mit Pumpen per Rettungsboot über den Königssee nach Sankt Bartholomä gefahren werden, da die dortigen Gebäude ebenfalls vom Hochwasser betroffen waren. Darüber hinaus kümmerte sich die Wasserwacht um die Verpflegung von Einsatzkräften und Betroffenen. Am Freitagnachmittag, 16. Juli, hatte die Jugendgruppe der Berchtesgadener Wasserwacht die Theorie des Deutschen Rettungsschwimmabzeichens absolviert.

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In der Ache abgetriebener Hund

Am Sonntagabend, 11. Juli, wurde kurz nach 19.30 Uhr ein auf Höhe der Bavaria-Kreuzung in der Ache treibender Hund gemeldet. Die Wasserwachten Berchtesgaden und Bad Reichenhall und die Feuerwehren Berchtesgaden und Marktschellenberg rückten aus. Die Einsatzkräfte konnten das Tier dann nach der Walze in der steilen Uferböschung retteten.

Notlagen von Urlaubern rund um den Königssee

Eine 57-jährige Urlauberin aus Hessen stürzte am Sonntag, 11. Juli, gegen 13.30 Uhr, in Sankt Bartholomä und hatte sich am Knie eine Schnittverletzung zugezogen. Die BRK-Wasserwacht übernahm die bereits gut von Ersthelfern versorgte Frau, brachte sie mit dem Rettungsboot zur Seelände, von wo aus mit dem Rettungswagen weiter zur Kreisklinik Berchtesgaden ging.

Am Samstagabend, 10. Juli, brauchte eine 56-jährige Urlauberin aus Wien wegen eines Schwächeanfalls auf der Halbinsel Hirschau im Königssee die BRK-Wasserwacht, die gegen 18.30 Uhr mit einer Rettungswagen-Besatzung per Rettungsboot ausrückte und die Frau zur Seelände zurückbrachte. Ins Krankenhaus musste die Österreicherin aber nicht.

Gegen 21.30 Uhr meldete sich ein 41-jähriger Urlauber aus Nordrhein-Westfalen über Notruf, der trotz seiner Knieverletzung noch selbst von der Fischunkelalm nach Salet abgestiegen war und dann mit dem Rettungsboot zur Seelände zurückgefahren werden musste.

Abgetriebener Kajak-Fahrer in der Saalach

Die Wasserwachten Bad Reichenhall und Berchtesgaden und die Tauchergruppe der Reichenhaller Feuerwehr musste am Samstag, 10. Juli, gegen 9.20 Uhr, zusammen mit ihren Pinzgauer Kollegen der österreichischen Wasserrettung (ÖWRD) wegen eines bereits gegen 8.45 Uhr gekenterten und abgetriebenen Kajakfahrers in der Saalach zwischen Weißbach, Lofer und dem Saalachsee ausrücken. Der Sportler kam jedoch selbstständig auf österreichischer Seite bei Au (Lofer) an Land und dem Österreichischen Roten Kreuz (ÖRK) übergeben wurde.

 

fb/red