Bröckelnde Zeitgeschichte

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Bischofswiesen – »Und wieder geht ein schönes altes Lehen den Weg der Vergänglichkeit – schade«. Das schreibt Gabriele Irlinger zu ihrem Foto vom Oberaschaulehen. Das Bischofswieser Baudenkmal ist ein ehemaliger fürstpröpstlicher Meierhof, zu dessen Hofensemble auch der Ende der 1980er-Jahre abgebrochene ehemalige fürstpröpstliche Zehentstadel aus dem 17. Jahrhundert gehörte.


Das an der Firstpfette mit 1633 datierte und 1856 umgebaute Wohnstallhaus des Oberaschaulehens wird laut Landratsamt derzeit nicht bewohnt. Wie von der Behörde auf Anfrage zu erfahren war, sei der Eigentümer unter anderem im Jahr 2018 dazu aufgefordert worden, Sicherungsmaßnahmen am Dach durchzuführen. »Über eine mögliche denkmalgerechte Instandsetzung und die Kosten hierfür kann nur eine entsprechende Voruntersuchung durch einen denkmalerfahrenen Architekten Auskunft geben. Resultierend aus Erfahrungswerten der Untersuchung ähnlicher Anwesen liegt der finanzielle Aufwand zur denkmalgerechten Instandsetzung derartiger Lehen für Wohnzwecke im hohen sechsstelligen Bereich«, teilt das Landratsamt mit. Jedenfalls sei das Oberaschaulehen aus Sicht der Unteren Denkmalschutzbehörde, insbesondere das Dachwerk betreffend, stark reparaturbedürftig. Die Untere Denkmalschutzbehörde steht nach eigenen Angaben mit dem Eigentümer in Kontakt. Das Gebäude diente einst als Filmkulisse bei einem der Ganghofer-Filme und war da noch sehr ordentlich anzuschauen. fb

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