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Bronzemedaille für Toni Palzer

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Toni Palzer bei der Europameisterschaft auf dem Weg zur Bronzemedaille. (Fotos: Seebacher)
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Stark unterwegs war erneut Stefan Knopf aus Bischofswiesen.

Les Marecottes/Schweiz – Riesenerfolg für Toni Palzer bei der Europameisterschaft der Skibergsteiger im Schweizer Les Marecottes. Der Ramsauer holte sich im Individual-Rennen die Bronzemedaille.


Leichter Schneefall über Nacht, strahlender Sonnenschein ab dem Start und eine technisch anspruchsvolle Strecke sorgten bei den deutschen Skibergsteigern gestern für beste Stimmung. 1 600 Höhenmeter und fast 13 Kilometer im alpinen Gelände forderten allen Athleten beim Individualrennen alles ab.

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Am besten kam der Italiener Michele Boscacci, der sich in einer Zeit von 1:24:31 Stunde die Goldmedaille vor dem Spanier Kilian Jornet (1:25:00) holte, mit den Verhältnissen zurecht. Toni Palzer hängte in der letzten Abfahrt den Franzosen Xavier Gachet ab und gewann die Bronzemedaille auf der Zielgeraden (1:25.27).

Philipp Schädler von der DAV-Sektion Neu-Ulm, der erst vorgestern die Eiskletter-Eingangsprüfung für den Bergführerlehrgang erfolgreich absolviert hatte, landete auf dem 37. Platz (1:35:28).

Hervorragend schlug sich wieder einmal Stefan Knopf aus Bischofswiesen. Der 18-Jährige von der DAV-Sektion Berchtesgaden holte sich auf der 1 400 Höhenmeter langen Juniorenstrecke den herausragenden 9. Platz (1:25:40).

Während des Rennens bewältigten die deutschen Skibergsteiger vier Aufstiege und Abfahrten. Garniert war das bestens organisierte Rennen mit drei extrem kräftezehrenden Tragepassagen. Vor allem die erste Passage hatte es mit 130 Höhenmetern im exponierten Gelände in sich.

»Für mich ist heute ein großes Saisonziel in Erfüllung gegangen«, sagte Toni Palzer nach dem Rennen. »Vom Start weg hatte ich ein bisschen Probleme, das hohe Tempo mitzugehen. Aber abgerechnet wird an der Ziellinie. Mein Motto in der letzten Abfahrt war 'Pokal oder Spital' – und das war erfolgreich«.

Ein durchwachsenes Fazit zog Stefan Knopf: »Ich bin zu Beginn überhaupt nicht gut reingekommen, weiß aber gar nicht so wirklich, woran es lag. Die Strecke war einfach nur geil, total abwechslungsreich und es waren so viele Zuschauer da. Mit meinem 9. Platz bin ich voll zufrieden.« Johannes Schmid

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