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BR-Schauspieler in engem Kontakt mit den Fans

Treffen in Bischofswiesen: Das »Dahoam is Dahoam«-Team mit (hinten/v.l.) Erich Hallhuber senior (Alois Preisinger), Harry Blank (Mike Preisinger), Doreen Dietel (Trixi Preisinger), Alexa Eilers (Yvonne Preisinger), Heidrun Gärtner (Annalena Brunner), Ursula Erber (Theresa Brunner), Werner Rom (Bürgermeister Lorenz Schattenhofer) und Hans Stadlbauer (Pfarrer Vinzenz Kurz) mit den Amateuren aus Bischofswiesen. Fotos: Anzeiger/B. Stanggassinger
Viel Aufregung bei der Autogrammstunde.

Bischofswiesen - Franz Punz junior dürfte der Auslöser dafür gewesen sein, dass das »Dahoam is Dahoam«-Team des Bayerischen Fernsehens am Donnerstag Station im Bischofswieser »Brenner Bräu« machte. Denn der junge Bischofswieser ist einer der größten Fans der bayerischen Kultserie und dreht mit seinen Freundinnen und Freunden eigene Serien. Freilich nahmen die Profis aus München gerne von den Amateuren aus Bischofswiesen Tipps und Ideenvorschläge für die weiteren »Dahoam is Dahoam«-Serien an.


Dem »Berchtesgadener Anzeiger« erzählte Produzent Markus Schmidt-Märkl im »Brenner Bräu«, dass seit 2008 jedes Jahr drei bis vier Veranstaltungen dieser Art durchgeführt werden. Zuletzt war das Team in Waging. Man will die Begegnung zwischen Autoren und Fans im direkten Austausch. Das Drehbuch wird ein halbes Jahr im Voraus erstellt und gedreht jeweils etwa zwei Monate vor der Ausstrahlung. »Gestern wurde der Weihnachtsfilm gedreht, wundern Sie sich also nicht, wenn Sie bunte Bäume sehen«, so der Produzent. Der Drehort ist überwiegend auf dem Übungsgelände einer Papierfabrik in Dachau. Das »Dahoam is Dahoam«-Team ist aber auch unterwegs und 2009 hat man sogar einmal am Königssee gedreht.

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Seit fünf Jahren gibt es »Dahoam is Dahoam«, über 1 000 Sendungen sind bis jetzt gelaufen. Die jüngste, die dem Publikum im »Brenner Bräu« gezeigt wurde, war die 1 011. Sendung. Die Einschaltquote liegt bei 16 Prozent. »Die Sendung ist die Speerspitze im Programm des Bayerischen Fernsehens«, so ein stolzer Schmidt-Märkl.

Auch Herstellungsleiter Ebrahim Sarfaras, die Schauspieler Heidrun Gärtner, Hans Stadlbauer und Werner Rom standen dem »Berchtesgadener Anzeiger« für Interviews zur Verfügung. Heidrun Gärtner gab zu verstehen, dass alle neuen Produktionen Krimis für die ganze Familie sind.

Der »Brenner«-Saal war voll mit Fans, sie kamen aus Bischofswiesen, Freilassing, Laufen und Waging, was durch eine kurze Umfrage feststellbar war. Man hatte im Vorfeld neue Ideen zu Papier gebracht, die die Sendung zu neuen Taten inspirieren soll. Markus Schmidt-Märkl und Katrin Frach kündigten im Rahmen ihrer Begrüßung die Schauspieler Heidrun Gärtner, Hans Stadlbauer und Werner Rom an, die prompt einmarschierten und mit viel Applaus empfangen wurden. Die restlichen fünf Schauspieler waren mit Verspätung angekündigt, ein Verkehrsstau war der Grund.

Zunächst lief aber erst einmal das aktuelle »Dahoam is Dahoam«. Höhepunkt des Films, der viel Gelächter im Publikum hervorrief, war die Radarkontrolle mit Pfarrer Vinzenz Kurz (Hans Stadlbauer). Die Zeit des halbstündigen Films reichte aus für das Eintreffen der Schauspielerinnen und Schauspieler Ursula Erber, Doreen Dietel, Alexa Eilers, Erich Hallhuber senior und Harry Blank, die ebenfalls mit tosendem Applaus empfangen wurden. Sprecherin Katrin Frach verlas die Ideen der Fans für die Zukunft der Lansinger, der Brunners und Kirchleitners, der Preisingers und der anderen Bewohner des Dorfes, während Produzent Markus Schmidt-Märkl die jeweiligen Ideengeber genauer befragte.

Was es da nicht alles an Ideen gab. Franzi, der anonym bleiben wollte, äußerte die Idee, dass Bürgermeister Schattenhofer einmal nach Bischofswiesen kommen sollte, um dort den Bürgermeister zu spielen. Nachdem sich der Ideengeber selber nicht zu Wort meldete, wurde der richtige Bürgermeister Toni Altkofer zu einem kurzen Interview gebeten. Valentin Huber hatte den Vorschlag, dass sich der Flori einmal als Pfarrer verkleiden und die Beichte abhören soll. Zu allen Ideen gab es natürlich auch die passenden Antworten der Schauspieler.

Rosmarie Springl wünschte sich mal eine Geschichte mit einem Schnapsbrenner und da wäre doch die hiesige Gegend prädestiniert. Andere meinten, dass sich Alexa Eilers, sprich Yvonne Preisinger, mal einen neuen Liebhaber suchen sollte und es ging von Katrin Frach die Frage ans Publikum, ob denn ein Liebhaber da wäre? Daraufhin meldete sich Christian Jüstel. Er sei bereit, jedoch wurde dieser wiederum von Yvonnes Vater Mike Preisinger (Harry Blank) gefragt, wieviel Geld er mitbringe. Daraufhin Jüstel: »Über Geld redet man nicht, das hat man.«

Immer wieder ging es bei den Themenvorschlägen um Liebe und Nachwuchs. »Warum ist noch kein Baby in der Sendung?«, wollten die Fans wissen. Die vorgebrachten Ideen wurden mit einem Bierkrug oder mit einem Lebkuchenherz mit dem Schriftzug »Dahoam is Dahoam« belohnt.

Ein kurzes Interview gab es auch zwischen dem Produzenten und Franzi Punz, der die BR-Serie mit zehn anwesenden Freundinnen und Freunden auf eigene Art und Weise verfilmt hatte. Für eine DVD drehen die Amateurfilmer in der Regel drei Tage in Papas Garage. Zurzeit arbeiten sie an ihrer dritten DVD. Franzi war schon in Lansing, er würde aber gerne mal wieder hinfahren. »Nehmt euch einen Bus und besucht uns in Lansing, ich lade euch ein«, so Produzent Schmidt-Märkl spontan.

Im Anschluss wurden die Schauspielerinnen und Schauspieler um Autogramme gestürmt. Danach gab's natürlich noch ein Gruppenfoto aller Profi-Schauspieler und ein weiteres zusammen mit den Amateuren um Franz Punz. B. St.