Bruno Siglreitmaier (ÖDP)

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Bruno Siglreitmaier (ÖDP)

Energie muss effizienter genutzt werden


Bruno Siglreitmaier (ÖDP), Chieming, 61 Jahre, verheiratet (drei Kinder, ein Enkel), Ausbildung als Zimmerer und Bautechniker, erwerbstätig in einem Holzfertigbauunternehmen:

In der kommenden Legislaturperiode müssen angesichts des Klimawandels weitreichende Entscheidungen fallen. Eines meiner zentralen Ziele ist, die Erderwärmung auf weniger als 1,5 Grad zu begrenzen. Zum einen muss Energie effizienter genutzt, zum anderen der Restenergiebedarf vollständig aus regenerativ erzeugten Quellen gedeckt werden.

Unsere Wirtschaftsform schadet nicht nur der Umwelt, sondern führt zu Ausbeutung. Mithilfe eines wirkungsvollen Lieferkettengesetzes können die Rechte von Arbeitnehmern in anderen Ländern gestärkt und zerstörerische Produktionsverhältnisse beendet werden. Wir müssen weg vom Wachstumszwang; hin zu einer ressourcensparenden Kreislaufwirtschaft und fairem globalen Handel.

Kriege, Verfolgung und Katastrophen zwingen Menschen zur Flucht. Schutzsuchende haben Anspruch auf Hilfe. Außerdem müssen Binnenflüchtlinge in den Heimatländern unterstützt und überall gleichwertige Lebensbedingungen geschaffen werden.

Hier ist die Landwirtschaft mitentscheidend. Statt einer industriellen brauchen wir eine bäuerliche, naturverträgliche und regionale Landwirtschaft bei existenzsichernden Preisen. Die Artenvielfalt muss dabei erhalten werden.

Auch in Deutschland existiert Armut. Viele sind arm trotz Arbeit. Daher setze ich mich für einen Mindestlohn von mindestens 13,20 Euro ein. Kinder, Senioren und Erwerbslose brauchen ein starkes Renten- und Sozialsystem mit einem höheren steuerfinanzierten Anteil, bei Entlastung der Arbeitnehmer und finanzieller Anerkennung der häuslichen Erziehungs- und Pflegearbeit. Im Gegenzug fordere ich die Anhebung des Spitzensteuersatzes und die Einführung von Vermögenssteuern.

Wir müssen umdenken. Ein »Weiterso« und »Immermehr« hat drastische Folgen für unsere Kinder und Enkel. Ich bin überzeugt, dass ein umweltschonendes und sozial gerechtes Wirtschaftssystem möglich ist und zu einer höheren Lebensqualität für alle führt. Ich mache generationengerechte Politik – unabhängig von Lobbyinteressen, da die Ökologisch Demokratische Partei keine Parteispenden von Firmen annimmt.