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Bürgermeister fordern Tunnel für Bischofswiesen

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Franz Rasp (l.), Thomas Weber (2.v.r.) und Hannes Rasp übergaben das Schreiben, das für Bauministerin Ilse Aigner bestimmt ist, an die Stimmkreisabgeordnete und Staatsministerin Michaela Kaniber. Sie will sich bei Aigner für das Anliegen der Bürgermeister einsetzen. (Foto: privat)

Bischofswiesen – Die Sanierung im Bereich Eisenrichterberg an der B 20 könnte nach Plänen des Staatlichen Bauamtes Traunstein über fünf Jahre zu einer Einbahnstraßen-Regelung führen. Der Verkehr würde dann hauptsächlich über Ramsau fließen.


Davor warnen die Bürgermeister der fünf Gemeinden im Berchtesgadener Talkessel in einer gemeinsamen Erklärung. Diese Warnung ist verbunden mit Hinweisen auf touristische und gesamtwirtschaftliche hohe Einbußen, wie sie schon bei den Bischofswieser Baumaßnahmen zu ertragen waren.

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»Wenn das tatsächlich so in die Tat umgesetzt werden soll, gehen wir davon aus, dass es nach fünf Jahren Dauerbaustelle keine Notwendigkeit mehr gibt, nach Berchtesgaden zu fahren, weil wir dieses Horrorszenario wirtschaftlich und gesellschaftlich nicht überleben werden«, so die Bürgermeister in einem Schreiben an Bau- und Verkehrsministerin Ilse Aigner.

Es beinhaltet die Bitte, eine Tunnellösung als »einzige wirklich zukunftsfähige Lösung« zu prüfen. Die Bürgermeister Franz Rasp aus Berchtesgaden, Thomas Weber aus Bischofswiesen und Hannes Rasp aus Schönau am Königssee, übergaben den Brief an Staatsministerin Aigner an die Stimmkreisabgeordnete und Staatsministerin Michaela Kaniber mit dem dringenden Ersuchen um Unterstützung.

Kaniber sagte den Gemeinden ihre Hilfe zu: »Im Sinne einer nachhaltigen Regionalentwicklung dürfen wir dem inneren Landkreis nicht seine wichtigste Verkehrsader nehmen. Der volkswirtschaftliche Schaden wäre enorm. Die Bitte der Bürgermeister hat meine volle Unterstützung.« Kaniber will sich bei Aigner persönlich für eine effiziente und tragfähige Lösung einsetzen. fb