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Bürgermeister Jantke vom Ergebnis der Bürgerbefragung enttäuscht

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Baugebiet Rottau – Nachrichten aus Grassau
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Vor dem Ortsschild Rottau ist rechts diese große Wiese. Hier wird nach dem knappen Votum der Bürgerbefragung kein Baugebiet für Gewerbe und Wohnen entstehen. Trotzdem ist eine Bebauung nicht völlig ausgeschlossen. (Foto: T. Eder)

Grassau – Mehrfach wurde die geplante Baugebietsausweisung am westlichen Ortsrand von Rottau, an der Adersberger Straße, öffentlich vorgestellt und anschließend eine fünftägige Bürgerbefragung durchgeführt. Mit nur acht Stimmen Vorsprung wurde dabei die Baugebietsausweisung abgelehnt.


Lediglich 38,8 Prozent der stimmberechtigten Rottauer Bürger nahmen das Angebot der Bürgerbefragung wahr. Von den 902 Bürgern fanden 350 den Weg zur Urne. 170 Bürger, also 48,6 Prozent, votierten für den Antrag und 178 (50,9 Prozent) dagegen.

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»Das Ergebnis der Bürgerbefragung ist für mich enttäuschend, insbesondere die Beteiligung von lediglich 350 Rottauer Bürgern und der Möglichkeit eine ganze Woche abzustimmen«, erklärt Bürgermeister Rudi Jantke. »Wie in vielen anderen vergleichbaren Fällen auch, so haben sich hier die Gegner besser mobilisieren lassen als die Befürworter«, meint der Rathauschef. »Besonders für die in Rottau angestammte Firma, die expandieren muss und auch wenn möglich am Heimatort expandieren will, ist das Ergebnis für die Zukunftsplanung des feinmechanischen Betriebs mit derzeit schon 23 hochwertigen Arbeitsplätzen, davon fünf hochqualifizierten Ausbildungsplätzen, eine herbe Ernüchterung«, so Jantke weiter. Aber auch für die Marktgemeinde bedeute der Ausgang der Befragung das Risiko, diesen umweltverträglichen Betrieb an andere Gemeinden zu verlieren, in denen solch hochmodernes Gewerbe gerne zur Ansiedlung aufgenommen werde, meinte der Bürgermeister.Deshalb gelte es weiterhin, für den Rottauer Betrieb in der Gemeinde eine Möglichkeit der Erweiterung zu finden.

Im Anschluss an das für diese Firma notwendige Gewerbegebiet wären fünf interessante Grundstücke mit Wohn- und Gewerbenutzung für verträgliche, die Umwelt nicht belastende Firmen entstanden. Hierbei, so Jantke weiter, hätte auch die Gemeinde ein Grundstück an einen passenden einheimischen Betrieb vergeben können. Wie auch im weiteren Verlauf des Gebietes, in dem fünf Grundstücke mit reiner Wohnbebauung entstanden wären. Hiervon hätten junge, einheimische Familien zwei Grundstücke zum vergünstigten Preis erhalten, sagte der Bürgermeister.

Jantke betonte, auch aus Sicht des Marktgemeinderates, der sich einstimmig hinter diese Planung gestellt hatte, wäre das Planungsvorhaben für die zukünftige Entwicklung sinnvoll, maßvoll und vernünftig gewesen. Auch die Anbindung an die Bebauung südlich der Bundesstraße 305 wäre gewährleistet. »Umso bedauerlicher ist das Resultat der Befragung«, betonte er abschließend.

Bitter ist der Ausgang der Befragung für die Firma Feichtlbauer, die mit der Aussiedlung den Betrieb in die Zukunft führen wollte und zudem die Produktionsstätten in Rottau und Übersee zusammenlegen wollte. Leider befindet sich der Firmenchef im Urlaub. So war von ihm keine Stellungnahme möglich.

Wie wird nun nach dieser Befragung weiter verfahren? Der Marktgemeinderat hatte in der Sitzung am 19. Dezember einstimmig entschieden, dass einer Baugebietsausweisung zugestimmt werden kann, wenn sich für dieses Vorhaben bei der Befragung eine Mehrheit findet. Insofern wird voraussichtlich das Verfahren nicht eingeleitet. tb