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Bürgermeisterkandidat mit vielen neuen Ideen

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Walter Wimmer, der Bürgermeisterkandidat der Waginger Grünen, stellte bei seiner Wahlkampfveranstaltung in Otting sich selbst und seine Ziele vor. (Foto: Eder)

Waging am See – »Machen wir Zukunft in Waging«, so der Appell des Bürgermeisterkandidaten der Grünen, Walter Wimmer, bei seinem zweiten Wahlkampfauftritt im Gasthaus Oberwirt in Otting. Dies sei umso notwendiger, da »in den letzten drei Jahren in der Gemeinde wenig gegangen« sei, so Wimmers Eindruck. In seinen rund einstündigen Ausführungen präsentierte er eine Fülle an Themen und Projekten, die er zügig umsetzen wolle, sollte er zum Bürgermeister gewählt werden.


Wimmer scheute sich nicht, ganz konkrete Maßnahmen anzusprechen, die er als oberste Priorität in Angriff nehmen würde. Das begann bei kleinen Dingen wie der Anschaffung eines Geschirrmobils für die Vereine oder einer regelmäßigen Ramadama-Aktion in Waging. Auch den seit Jahren diskutierten Naturpfad am Mühlberger Weg wolle er rasch umsetzen. Deutlich anspruchsvoller sind weitere Projekte, zum Beispiel eine vierte Klärstufe an der Kläranlage, einen geordneten Zugang zum Waginger Bahnhof, der dauerhafte Erhalt von Parkplätzen auf dem Hofbauer-Grundstück, eine vernünftige Regelung der Einmündung an der Aral-Tankstelle und eine sichere Überquerung der Straße beim Schwanenplatz in Gaden. Den Einwand, dass die Gemeinde für einige dieser Projekte nicht unmittelbar zuständig sei, ließ Wimmer nicht gelten: »Ein Bürgermeister muss auch mal hartnäckig sein!«

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In der kurzen Diskussion wurde angeregt, doch die vielen leerstehenden Gebäude in der Gemeinde zu nutzen, anstatt ständig neue Gebiete auszuweisen. Damit rannte man bei Wimmer offene Türen ein: Enger zusammenrücken, sei das Gebot der Stunde, und die Gemeinde müsse regelnd eingreifen. Bisher allerdings fehle seiner Meinung nach der Wille dazu. Die Kritik an den Großbauten für die Supermärkte am Ortseingang nahm Wimmer gern auf; er habe als Wortführer des Bürgerbegehrens gegen Rewe-Rossmann getan, was möglich gewesen sei, um diese zu verhindern. Er sei aber auch Demokrat genug, die Mehrheitsentscheidung zu akzeptieren.

Im ersten Teil des Abends hatte sich Wimmer ausführlich dem Volksbegehren »Artenvielfalt« gewidmet. Einige wichtige Forderungen daraus seien für ihn ganz selbstverständliche Richtlinien für eine umweltbewusste Arbeit in jeder Gemeinde: Grünanlagen weniger oft mähen und auf Pestizide verzichten, die Schaffung weiterer Streuobstwiesen anregen und auf Leuchten umrüsten, die so konstruiert sind, dass sie nicht unzählige Insekten vernichten.

Es entwickelte sich eine rege Diskussion. Biobauer Martin Posch kritisierte, es seien wieder einmal die Landwirte, denen damit einiges »aufgedrückt« werde. Die Bauern hätten keine Luft mehr, noch weitere Einschränkungen hinzunehmen. Zumindest sollte es für derlei Einschränkungen Entschädigungen geben. Dies empfand auch Wimmer als gerechtfertigte Anregung: Auch beim Kohleausstieg, so nannte er ein Beispiel aus einem ganz anderen Bereich, springe die öffentliche Hand ein, um die Betroffenen zu entschädigen. he