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Für Berufspendler

Bund setzt auf mehr Fahrradschnellwege

Düsseldorf/Mannheim (dpa) - Der Bund will neue Fahrrad-Schnellwege für Berufspendler bauen. «Erstmals fördert der Bund im Jahr 2017 besondere Radschnellwege mit zusätzlichen 25 Millionen Euro», sagte Verkehrs-Staatssekretär Norbert Barthle der «Rheinischen Post».

Fahrradverkehr
Der Bund hat seine Mittel für Radwege etwas aufgestockt. Foto: Hauke-Christian Dittrich Foto: dpa

Das seien «kleine Fahrradautobahnen», auf denen Pendler «ohne Ampeln und Kreuzungsverkehr» fahren könnten. «Um den Fahrradverkehr weiter zu fördern, hat der Bund seine Mittel für Radwege von 60 auf 100 Millionen Euro pro Jahr aufgestockt», sagte Barthle.

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Heute beginnt in Mannheim der 5. Nationale Radverkehrskongress, der unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsministeriums steht. Fachleute aus dem In- und Ausland präsentieren unter anderem Konzepte für eine moderne Radverkehrsinfrastruktur in Städten.

Die Zahl der Pendler in Deutschland ist im Jahr 2015 auf einen Rekordwert gestiegen. Das geht aus einer neuen Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervor.

2015 pendelten bundesweit 60 Prozent aller Arbeitnehmer zum Job in eine andere Gemeinde - im Jahr 2000 waren es 53 Prozent. Die meisten Pendler gibt es in München. Dort arbeiteten 2015 rund 355.000 Menschen, die außerhalb der Stadtgrenze wohnten. Das ist ein Plus von 21 Prozent seit 2000.

Auf Platz zwei folgt Frankfurt am Main mit 348.000 Pendlern, 14 Prozent mehr als 2000. In den Büros dort stellen auswärtige Arbeitnehmer die Mehrheit, ebenso wie in Düsseldorf und Stuttgart: Zwei Drittel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in diesen Städten kommen von außerhalb zum Job. Den größten Zuwachs aber verzeichnet Berlin. Hier ist die Zahl der Pendler seit der Jahrtausendwende um 53 Prozent auf 274.000 gestiegen.

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