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Bundestrainer Löw: Einspielen für EM »wahnsinnig wichtig«

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Der Bundestrainer
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Hält die ersten Begegnungen der WM-Qualifikation zum Einspielen für die EM für «wahnsinnig wichtig»: Joachim Löw. Foto: Federico Gambarini/dpa Foto: dpa

Nach 15 Jahren will sich der Bundestrainer im Sommer als Gewinner verabschieden. Schon jetzt richtet Joachim Löw vieles an der EM aus. Den Start in die WM-Qualifikation soll sein Team zum Einspielen nutzen.


Düsseldorf (dpa) - Es soll der gelungene Start werden für einen erfolgreichen Abschluss der Bundestrainer-Karriere von Joachim Löw. Und vor allem für langjährige Wegbegleiter und Vertraute wie Torhüter und Kapitän Manuel Neuer ist der angekündigte Abschied ihres Chefs eine besondere Motivation.

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»Ein paar Spieler habe ich angerufen«, hatte Löw verraten, als er seine Vertragsauflösung für die Zeit direkt nach der Fußball-Europameisterschaft im Sommer bekanntgab: »Kapitän, Vizekapitän und einige, die schon lange dabei sind: Ilkay Gündogan, Toni Kroos, Manuel Neuer. Denen wollte ich es persönlich sagen.«

Am heutigen Dienstag wird sich nun der Münchner Neuer in Düsseldorf bei einer Pressekonferenz als dienstältester aktueller Nationalspieler zur neuen Situation im DFB-Team vor dem Länderspiel-Auftakt 2021 äußern. Die drei WM-Qualifikationspartien am 25. März (20.45 Uhr/RTL) gegen Island in Duisburg sowie anschließend in Rumänien und gegen Nordmazedonien sind für Löw schon eine wichtige EM-Vorbereitung.

Für ihn sei es »wahnsinnig wichtig«, dass sich die Mannschaft nun einspiele, betonte der 61-Jährige: »Sie muss sich finden nach dem letzten Jahr.« Das jüngste 0:6-Debakel gegen Spanien säte immense Zweifel.

Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff erlebt in diesen Tagen einen sehr fokussierten Bundestrainer. »Für ihn ist es absolut wichtig, im Hier und Jetzt zu sein. Was nach dem Turnier ist, darüber denkt er nicht nach.« Der anstehende Länderspiele-Dreierpack sei ein wichtiger Baustein: »Es ist die letzte Reise vor der Nominierung des großen EM-Kaders.« Löw hat dafür den Frankfurter Amin Younes in seinen Kader zurückgeholt. Der Confed-Cup-Sieger von 2017 wird sich wie auch der Mönchengladbacher Florian Neuhaus zur Mittagszeit neben Kapitän Neuer den Fragen der Medienvertreter stellen.

Dagegen hat Löw für den Beginn seiner Abschiedsmission auf die gestandenen Nationalspieler Julian Brandt (Borussia Dortmund) und Julian Draxler (Paris Saint-Germain) verzichtet. Zu oft hatten sie zuletzt unter ihren Möglichkeiten gespielt. »Wenn sie nicht nominiert sind, ist das ein Zeichen, dass man nicht zufrieden mit der Entwicklung ist«, sagte Bierhoff in Düsseldorf deutlich.

Das beschreibe einfach die jetzige Situation: »Beide sind Spieler, die schon viel für uns geleistet haben. Und ich hoffe, dass sie das auch in Zukunft machen.« Dafür erwartet die Sportliche Leitung, dass sich Brandt und Draxler in den kommenden Wochen in ihren Vereinen wieder empfehlen. Die Zeit bis zur EM wird allerdings knapp.

© dpa-infocom, dpa:210322-99-928559/3

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