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Laptop, E-Bike, Rasenmäher – viele Geräte, die wir täglich nutzen, werden mit Lithium-Ionen-Akkus betrieben. Die Feuerwehren stellen eine deutliche Zunahme an Bränden von Akkus fest. Um vor allem nachts geschützt zu sein, fordern die Feuerwehren zumheutigen Rauchmeldertag auf, die Wohnung mit den lebensrettenden Rauchwarnmeldern auszustatten.

Bundesweiter Rauchmeldertag: Kreisfeuerwehrverband weist auf Gefahren durch Akkubrände hin

Zum bundesweiten Rauchmeldertag am heutigen Freitag macht der Kreisfeuerwehrverband Traunstein auf Gefahren durch Lithium-Ionen-Akkus aufmerksam und informiert über das richtige Verhalten im Brandfall. Auch erinnert die Feuerwehr daran, wie wichtig es ist, die Wohnung mit Rauchwarnmeldern auszustatten, um bei einem Feuer rechtzeitig gewarnt zu werden und sich vor dem gefährlichen Brandrauch und vor Flammen in Sicherheit bringen zu können.


Die Feuerwehren im Landkreis nehmen den Aktionstag zum Anlass, um auf die Zunahme von Bränden durch Akkus hinzuweisen. Das Institut der Schadenverhütung (IFS) stellt einen deutlichen Anstieg der Brände durch Lithium-Ionen-Akkus fest. Solche Akkus stecken in E-Bikes, Smartphones, Notebooks, Bohrmaschinen, Rasenmähern und vielen anderen Alltagsgeräten. Sie versorgen Motoren und Geräte kabellos mit Strom. Laut IFS können technische Mängel oder eine unsachgemäße Handhabung Defekte verursachen, durch die der Akku die gespeicherte Energie schlagartig und unkontrolliert abgibt – das so genannte »thermische Durchgehen«. Der Akku geht dabei sehr schnell und heftig in Flammen auf. Dadurch entzündet sich brennbares Material in der Nähe, es kann sehr schnell zu einem Wohnungsbrand kommen.

Zum Laden von Lithium-Ionen-Akkus sollten unbedingt die Herstellerangaben beachtet werden, betont Peter Volk, einer der Sprecher der Kreisfeuerwehr. Und die Akkus dürften auf keinen Fall geöffnet, zerlegt oder beschädigt werden, ansonsten drohe akute Brandgefahr. »Bei der Nutzung sind zu hohe oder besonders niedrige Temperaturen zu vermeiden.« Und bei der Lagerung sollte zudem darauf geachtet werden, dass ein gegenseitiger Kurzschluss ausgeschlossen ist (ggf. Pole abkleben). Entsorgt werden sollten die Akkus ordnungsgemäß über Sammelstellen, zum Beispiel im Einzel- oder Fachhandel.

Wenn es zu einem Brand kommt, sei der brennende Akku – sofern er noch am Stromnetz angeschlossen ist – mit dem Ladegerät vom Netz zu trennen. »Der Akku selbst kann mit Wasser gelöscht werden«, sagt Peter Volk. Wichtig sei jedoch, dass Lithium-Ionen-Batterien oft zeitverzögert reagierten. Auch wenn das Feuer augenscheinlich schon gelöscht ist, seien damit nicht automatisch die chemischen Prozesse im Inneren der Zelle gestoppt. Die Akkus sollten deshalb weiter mit Wasser gekühlt werden. Da eine Neuentzündung nicht auszuschließen sei, sollte der gelöschte Akku an einen sicheren Ort gebracht werden, zum Beispiel auf eine nicht brennbare Unterlage im Freien. Und selbstverständlich stehe die Feuerwehr rund um die Uhr zur Verfügung. »Deshalb auch bei der Entstehung und einem beginnenden Brand vorsorglich die Feuerwehr über Notruf 112 rufen, bevor sich der Akkubrand zu einem Wohnungsbrand ausbreitet«, betont Volk.

Und einmal mehr fordert der Kreisfeuerwehrverband dazu auf, die Wohnung mit Rauchwarnmeldern auszustatten. »Vor allem nachts sind Rauchmelder Lebensretter, denn im Schlaf bemerkt man die Entstehung eines Feuers und den giftigen, lebensgefährlichen Brandrauch nicht.« Durch den Heulton des Rauchmelders werde man jedoch rechtzeitig geweckt und habe noch die nötige Zeit, sich und seine Familie in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr unter 112 zu rufen, betont Peter Volk, der Sprecher des Kreisfeuerwehrverbands.

pv