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Bunte Mischung aus Tradition und Moderne

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Zum 20. Mal spielte die Musikkapelle Surberg-Lauter ihr Frühjahrskonzert in der Surtalhalle. Dirigent Markus Zoff hatte das Konzertprogramm wieder aus einer gelungenen Mischung von traditioneller und moderner Blasmusik zusammengestellt. (Foto: Buthke)

Surberg – Ohne Zweifel ist das Frühjahrskonzert der Höhepunkt im Vereinsjahr der Musikkapelle Surberg-Lauter. In diesem Jahr kam noch ein Jubiläum hinzu, denn die Veranstaltung fand zum 20. Mal in der Surtalhalle statt.


Neben traditioneller Blasmusik hatte Dirigent Markus Zoff wieder einige moderne Arrangements in das Programm aufgenommen, sodass für jeden Musikgeschmack etwas dabei war. Zwischen den Stücken gab es lang anhaltenden Beifall des begeisterten Publikums. Durch das Programm führte der Vorsitzende der Kapelle, Bürgermeister Josef Wimmer.

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Wie in den vergangenen Jahren üblich, wurde das Konzert von der Jugendkapelle Surberg unter der Leitung von Tamás Puskás eröffnet. Puskás und Bernhard Lackner haben die Nachwuchskapelle von Surberg-Lauter inzwischen musikalisch soweit »auf Vordermann« gebracht, dass sie bereits rund ein Drittel des Frühjahrskonzerts bestreiten konnte. Am Anfang stand der Marsch »Blasmusik mit Herz« von Walter Schwanzer, der 1999 in Wien die k.u.k. Regimentskapelle Nr. 84 gegründet hatte. Einen Mix aus Jazz, Blues und Musical enthielt das Medley »Salute to Louis Armstrong« mit Titeln wie »What a wonderful world«, »When the saints go marching in«, »St. Louis Blues« und »Hello Dolly«. Die Rhythmuswechsel meisterten die jungen Musiker mit Bravour. Es folgte die Polka »Sakvicka« von Metodej Prajka, der die moderne mährische Blasmusik wesentlich mitgeprägt hat.

Dass die Jugendkapelle auch modern spielen kann, stellte sie mit dem Stück »The final countdown« der schwedischen Rockband »Europe« unter Beweis. Ihren Part des Konzerts schloss die Jugendkapelle mit einem Schlager Hit-Mix aus den 1970er Jahren ab, bei dem Lieder wie »Ein Bett im Kornfeld« von Jürgen Drews, »Michaela« von Bata Illic, »Über den Wolken« von Reinhard May und »Du kannst nicht immer 17 sein« von Chris Roberts zu hören waren.

Mit dem Marsch »Salve Imperator« des weltberühmten Marschkomponisten Julius Fucik, dessen wohl bekannteste Werk der »Florentiner Marsch« ist, übernahm die Musikkapelle Surberg-Lauter ihren Teil des Frühjahrskonzerts. Die Ouvertüre »Alpine Inspira-tions« von Martin Scharnagl beschrieb musikalisch eine Bergwanderung, bei der die Zuhörer die Schönheit einer Berglandschaft, aber auch die konzertante Blasmusik in vollen Zügen erlebten.

Den anschließenden Marsch »Der Lieblingstrommler« hat Franz Bummerl, die rechte Hand von Ernst Mosch, geschrieben. Zusammen gründeten sie 1956 die »Original Egerländer Musikanten«. Das Schlagzeugsolo spielte Kilian Wendl. Egerländisch blieb es auch beim nachfolgenden Stück, dem Walzer »Egerländer Dorfschwalben« von Jaroslav List. In die Pause ging es mit der »Steeephans Polka«, die Alexander Pfluger für seinen Freund Stephan Beranek, Flügelhornist bei den »Schwindligen 15«, komponiert hat.

Freunde der Fantasy-Fernsehserie »Game of Thrones« kamen voll auf ihre Kosten, als nach der Pause Melodien aus dieser Serie erklangen. Es folgte ein Ausflug in die Rockmusik mit dem »Bon Jovi Rock-Mix«. Die Musikanten spielten Titel wie »Runaway«, »It’s my life«, »Livin’ on a prayer« und »You give love a bad name«.

Traditionell ging es weiter mit der »Finkensteiner Polka«, die Holger Mück und Alexander Pfluger komponiert haben. Mück hat seit 2004 mit den »Egerländer Musikanten« sein eigenes Orchester. Als letztes Stück spielten die Surberg-Lauterer den Konzertmarsch »saeculum novum«. Komponiert hat ihn Bernd Butscher für die Kapelle »Bodenseeperlen« anlässlich des Kreismusikfestes 2009 in Baden-Württemberg. Das Arrangement stammt von Alexander Pfluger.

Die vom begeisterten Publikum mit viel Beifall verlangten Zugaben gaben die Jugendkapelle Surberg und die Musikkapelle Surberg-Lauter mit einem Gemeinschaftsspiel, das aus dem Marsch »Ludovika induló« des ungarischen Komponisten István Bachó und dem Marsch »Gablonzer Perlen« (Originaltitel: »Snad vzpomene«) des tschechischen Komponisten Antonín Borovicka bestand. Bjr