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Buschfeuer in Kalifornien bedroht Luxusvillen

Los Angeles (dpa) - Die Buschfeuer in Südkalifornien bedrohen weiterhin rund 4000 Häuser - darunter auch Luxusvillen in der Nähe des Küstenortes Malibu. Doch nach tagelangem Großeinsatz von rund 1000 Feuerwehrleuten zeigte sich am Samstag erstmals ein Hoffnungsschimmer.

Buschfeuer in Kalifornien
Trotz Großeinsatzes der Feuerwehr sind noch etliche Häuser bedroht. Foto: Michael Nelson Foto: dpa

Meteorologen sagten kühlere Temperaturen, drehende Winde und Regen voraus. Es gab auch erste Fortschritte im Kampf gegen die Feuerwalze: Im Bezirk Ventura, nordwestlich von Los Angeles, sind bereits 20 Prozent eingedämmt und unter Kontrolle.

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Nach Angaben der Behörden breiteten sich die Flammen auf über 110 Quadratkilometer aus. Verletze gebe es aber bisher nicht. Dutzend Gebäude seien beschädigt. Auch am dritten Tag der Feuer war die Brandursache noch unklar - in der Vergangenheit wurden ähnliche Feuer immer wieder durch Brandstiftung verursacht. Die bisherigen Kosten der Brandbekämpfung werden auf über 1,6 Millionen Dollar (1,2 Millionen Euro) geschätzt.

Im Hinterland des berühmten Küstenortes Malibu flüchteten Hunderte Anwohner vor den Flammen aus ihren Luxusvillen. Prominente, darunter Schauspieler Tom Selleck («Magnum») und Jamie Foxx («Django Unchained»), hätten in dieser Gegend Grundstücke, berichtete die «Los Angeles Times». Luxusvillen mit Swimmingpools und große Ranch-Häuser in den Küstenbergen seien gefährdet. Luftaufnahmen der TV-Crews zeigten hohe Flammen, die große Anwesen in den Hügeln bedrohten. Schon am Donnerstag hatte die Polizei Anwohner aufgefordert, ihre Häuser vorsichtshalber zu räumen.

Es handelt sich um den ersten größeren Brand in diesem Frühjahr. Bisher wurden die Feuer durch hohe Temperaturen von bis zu 30 Grad sowie durch heftige Winde aus wechselnden Richtungen immer wieder angefacht. Dichter Rauch lag über der Brandregion. «Es ist schwer, etwas zu sehen. Das Atmen ist schwierig», sagte der Sprecher der Feuerwehr von Ventura County, Bill Nash.

Die Helfer hätten Mühe, sich den Flammen zu nähern und gleichzeitig einen sicheren Fluchtweg im Auge zu behalten. Der berühmte Küstenhighway 1, der von vielen Touristen befahren wird, musste zeitweise gesperrt werden. Auch die Dürre spielt eine Rolle: Gewöhnlich beginnt die «Waldbrandsaison» erst zum Ende des Sommers.