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BVB kann noch gewinnen: In Istanbul höchster CL-Sieg

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Frustbewältigung
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Endlich ein Erfolgserlebnis für den BVB - Istanbul hatte bei der Frustbewältigung der Klopp-Truppe keine Chance. Foto: Bernd Thissen Foto: dpa
Auftakt
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Pierre-Emerick Aubameyang erzielt das erste Tor des Abends, das Henrich Mchitarjan eingeleitet hatte. Foto: Tolga Bozoglu Foto: dpa
Nachgelegt
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Auch beim 2:0 kommt Gabuns Nationalspieler frei zum Schuss. Foto: Bernd Thissen Foto: dpa
Stark
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Immer wieder setzt sich Mchitarjan durch und bringt Istanbuls Defensive ins Schwanken. Foto: Tolga Bozoglu Foto: dpa
Vollendet
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Marco Reus gelingt ein herrlicher Distanzschuss kurz vor der Halbzeitpause. Foto: Bernd Thissen Foto: dpa
Abschluss
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Adrian Ramos erhöht auf 4:0 - so hoch gewann der BVB in der Königsklasse noch nie. Foto: Bernd Thissen Foto: dpa

Istanbul (dpa) - Mit dem höchsten Sieg in der Champions League trotzt Borussia Dortmund der Bundesliga-Krise. Beim 4:0 (3:0) gegen Galatasaray Istanbul gelang dem BVB der dritte Sieg in Serie und ein großer Schritt in Richtung Achtelfinale.


Dank der Tore von Pierre-Emerick Aubameyang (6./18. Minute), Marco Reus (41.) und Adrian Ramos (83.) schöpfte der in der Meisterschaft auf Rang 14 abgerutschte Vize-Meister auch neuen Mut für die kommenden schweren nationalen Aufgaben. Drei Auftaktsiege in der Königsklasse waren dem Revierclub zuletzt in der Saison 1996/97 geglückt - am Ende stand der Triumph im Finale von München.

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In Istanbul kamen vor 36 324 Zuschauern in der Turk Telekom Arena die verloren gegangenen BVB-Tugenden wieder zum Vorschein. Die Abwehr stand sicher, das Umschaltspiel klappte vorzüglich und vorne war fast jeder Schuss ein Treffer. »Wir durften so spielen, wie wir wollten. Es ist alles aufgegangen in dem Spiel«, sagte Trainer Jürgen Klopp im ZDF. Euphorisch gab sich der Trainer nicht, denn mit Sven Bender musste einer seiner Profis nach der Pause mit einer Ellbogenverletzung ausgewechselt werden.

»Hinten hat es gepasst, vorne hat es gepasst. Wir haben nichts anbrennen lassen«, sagte BVB-Profi Neven Subotic. Und Mats Hummels stellte fest: »Wir haben heute sehr konzentriert gespielt, noch dazu sehr effektiv, das ist uns in letzter Zeit nicht so gelungen.«

Völlig rätselhaft, warum der BVB so schlecht wie seit 27 Jahren nicht mehr in der Bundesliga gestartet ist. »Bei der Champions League muss man nicht daran erinnert werden, worum es geht«, versuchte sich Aubameyang mit einer Erklärung. In Gruppe D führt Dortmund nun mit neun Punkten vor dem FC Arsenal (6), dem RSC Anderlecht (1) und Istanbul (1) souverän.

Mit Lukasz Pisczek sowie erstmals den drei gelernten Innenverteidigern Subotic, Weltmeister Mats Hummels und Sokratis in der Viererkette hatte Klopp die Abwehr gefestigt. »Die Mannschaft hat den Auftrag zu zeigen, dass wir verstanden haben«, sagte Klopp. Das gelang dem BVB gegen den türkischen Rekordmeister viel schneller als erwartet: Aubameyang nutzte gleich die erste BVB-Chance nach sechs Minuten. Nach einer feinen Hereingabe von Reus musste der 25-jährige den Fuß nur hinhalten. Klopps Taktik ging das erste Mal auf. Schon bald durfte der nach der Pleite in Köln so enttäuscht wirkende Trainer sich weiter entspannen, denn Aubameyang gelang nach einer mustergültigen Flanke von Piszczek der Doppelpack und sein insgesamt dritter Champions-League-Treffer.

Wie schon beim Führungstreffer war es der überragende Henrich Mchitarjan, der im Mittelfeld die Fäden gezogen hatte. Nach einer halben Stunde vergab Aubameyang den Hattrick, traf nur Pfosten: Wenige Minuten zuvor der Japaner Shinji Kagawa an Torhüter Fernando Muslera gescheitert. Kurz vor der Pause zauberte Reus, traf aus 24 Metern und zeigte, dass ihn die Diskussionen um einen Wechsel zum Bundesliga-Rivalen Bayern München überhaupt nicht beirren.

Nach der Pause versuchte der Gastgeber, der nur ein Unentschieden gegen Anderlecht in der Bilanz stehen hat, den Schaden zu begrenzen. Doch Dortmund spielte weiter klug und überlegt, der 19-malige türkische Meister blieb harmlos. Der eingewechselte Gündogan legte auf für den eingewechselten Ramos, der den hohen BVB-Sieg perfekt machte. Im Liga-Alltag wird es am Samstag gegen Hannover 96 bestimmt schwerer, auch wenn Klopp sagte: »Ich würde jetzt nicht gegen uns spielen wollen.«