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BVB will Trotzreaktion: Pleite »kann uns nicht umhauen«

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Der BVB geriet beim HSV überraschend unter die Räder. Nun geht es nach St. Petersburg. Foto: Axel Heimken Foto: dpa

Dortmund (dpa) - Borussia Dortmund will sich durch die unverhoffte Bundesliga-Pleite beim Hamburger SV nicht aus der Fassung bringen lassen und in der Champions League sofort zu gewohnter Stärke zurückfinden.


»Zweimal schlafen, dann geht's nach St. Petersburg. Wir hatten heute keine Berechtigung, auch nur einen Punkt mitzunehmen, haben aber schon öfter nach Niederlagen die richtige Reaktion in der Champions League gezeigt«, erklärte Trainer Jürgen Klopp nach der 0:3-Schlappe beim zuvor krisengebeutelten HSV das Motto für den BVB. Sprach's und verabschiedete sich nach einer für ihn ungewöhnlich kurzen Ansprache in der Pressekonferenz Richtung Mannschaftsbus.

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Auch seine Profis gaben sich nach dem Rückschlag selbstkritisch, in den knapp sechs Trainerjahren unter Klopp waren sie selten so schlecht wie in der Hamburger Arena. Sie gehen - wie ihr Trainer - von einer Trotzreaktion im ersten K.o.-Duell am Dienstag (18.00 Uhr/MESZ) aus. Schließlich ist der BVB gegen Teams wie den FC Arsenal, SSC Neapel und Olympique Marseille als Sieger aus der extrem schweren Gruppe hervorgegangen. So will man wieder auftreten.

»Wenn wir das HSV-Spiel nüchtern analysieren und selbstkritisch mit uns umgehen, kann uns das nicht umhauen. Wir haben auch vorher schon mal Bundesligaspiele verloren und kamen immer wieder zurück«, erklärte Mittelfeldakteur Nuri Sahin. Nationalspieler Marcel Schmelzer meinte auf die Frage, ob das HSV-Spiel die Stimmung kaputt machen könne: »Nein, das ist ein ganz anderer Wettbewerb!«

Bei ihrem blutleeren Auftritt in der Arena des zuvor in sieben Liga-Spielen nacheinander unterlegenen HSV hatten die BVB-Profis den Eindruck vermittelt, gedanklich schon beim nächsten Gegner zu sein. Ein böser Fehler, meinte Ex-Nationalspieler Manuel Friedrich. »So im Vorbeigehen kann man hier nicht gewinnen«, erklärte der Manndecker.

Sahin ist sicher, dass ihm und seinen Kollegen ein solcher Lapsus so schnell nicht wieder passiert - schon gar nicht auf europäischer Bühne: »Das Spiel ist viel zu wichtig, um uns jetzt runterziehen zu lassen. Wir werden auf St. Petersburg gut vorbereitet sein und wollen ein gutes Ergebnis für das Rückspiel in Dortmund holen.«

Allerdings plagen den BVB personelle Sorgen. Torjäger Robert Lewandowski, der in Hamburg vorsorglich nach 67 allerdings schwachen Minuten ausgewechselt wurde, plagt eine Erkältung. Klopp rechnet aber mit seinem Einsatz in der Meisterklasse. Auf Mats Hummels muss er dagegen aller Voraussicht nach weiterhin verzichten. Der Nationalverteidiger konnte am Sonntag seinen verletzten Fuß noch immer nicht voll belasten. Die Zeit läuft gegen ihn.