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»Canabä« macht gute Laune

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Der Song vom »Canabä« passte so richtig ins Siegsdorfer »Kulturwohnzimmer«: Michi Wildgruber (vorne) und seine Bandmitglieder von »Woas Mas« beim Konzert im Café Weinmüller. (Foto: Kewitsch)

Beim Konzert mit »Woas Mas« im Café Weinmüller in Siegsdorf bekamen die Besucher authentisch gradlinige Rockmusik mit Herzblut serviert.


Michi, der Bandleader, ist happy: wieder ein Konzert vollbracht (eines von ca. 30 pro Jahr, Tendenz steigend), wieder Menschen glücklich gemacht. Er strahlt herzlich und erschöpft. Michi Wildgruber aus Oberaudorf hat sich früher bereits mit dem Lenze von »Lenze & de Buam« (die sorgen gerade in Bayern für mächtig Wind) in einer kleinen Holzhütte zum gemeinsamen Musizieren getroffen. Was daraus werden kann, sieht man gerade beim Lenze. Aber auch die Formation »Woas Mas« gibt Gas. Eine sehr hörenswerte CD mit dem Titel »Canabä« ist bereits erschienen, eine weitere folgt demnächst.

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Sebastian Neumeyer (Keyboard, Akkordeon, Gesang), Tobias Hainer (Schlagzeug), Michael Reitberger (fulminant an der Gitarre & Gesang) sowie Christoph Rauscher am Bass haben es drauf. Einmal pro Woche wird geprobt, die Botschaft muss in die Welt. Musik ist Leidenschaft. So mag es wenig verwundern, wenn die fünf Musiker aus dem Inntal im gut besuchten Weinmüller alle vom Hocker rissen. »Minga«, die Single-Auskopplung, ist so etwas wie eine Liebeserklärung, oder auch nicht. Der Bandsong »Woas Mas« überzeugt auf breiter Front und auch das »Canabä« macht richtig Laune.

Der Sound ist erfrischend, nicht zu hart, groovig, von der Gitarre geprägt, Michael Reitberger strotzte vor Energie. Apropos Energie: auch Michi, der Bandleader und Frontmann, wusste mit seiner Begeisterung anzustecken. So geht Rock'n' Roll, so geht Herzmusik. Die Texte bairisch, der Inhalt kernig und heimatverbunden. »Auf der Oim« oder das »Madl im Dirndl« werden ebenso besungen wie der schöne »Gardasee«. Die Funken sprühen aus einer Band, die bislang keiner im Chiemgau so richtig auf dem Schirm hatte, das könnte sich ändern. Alles, was man mit Leidenschaft betreibt, wird meist mit Erfolg belohnt. So waren schließlich nicht nur Michi und seine Mannen happy, sondern auch einmal mehr das Weinmüller-Publikum. Udo Kewitsch

Folksängerin Joan Baez, die Grungeband Pearl Jam und der verstorbene Rapper Tupac Shakur sind in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen worden. Auch die Bands Electric Light Orchestra (ELO), Journey und Yes sowie der Produzent Nile Rodgers zählen zu den neuen Mitgliedern der Ruhmeshalle des Rock. Bei einer Gala im Barclays Centre in New York traten Baez, Rodgers, Pearl Jam, Journey, ELO und Yes auf die Bühne. Shakur, der 1996 in Las Vegas erschossen worden war, wurde vom Rapper Snoop Dogg vertreten, der seinen Freund in einer Rede würdigte, wie der Blog »Cleveland.com« meldete. Baez hielt eine Rede über die Musiker, die sie einst inspiriert hatten, und ELO erwiesen bei ihrem Auftritt dem kürzlich verstorbenen Chuck Berry die Ehre.