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Cavendish muss bei 101. Tour de France aufgeben

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Mark Cavendish hat sich von seinem schweren Sturz nicht erholt. Foto: Fred Mons Foto: dpa

York (dpa) - Den Arm in eine Schlinge gehängt, kletterte Mark Cavendish aus dem Team-Bus und verkündete seinen Ausstieg bei der 101. Tour de France.


Schon nach der ersten Etappe der Frankreich-Rundfahrt ist der Traum des britischen Ex-Weltmeisters auf einen Heimsieg und weitere Sprinterfolgen geplatzt. Cavendish erlitt bei seinem Crash auf der Zielgeraden in Harrogate eine Schultereckgelenk-Sprengung mit Bänderrissen. »Er muss etwa sechs Wochen pausieren, vielleicht ist eine OP nötig«, erklärte sein Teamarzt Helge Riepenhof.

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»Ich hatte gehofft, dass die Schmerzen in der Nacht zurückgehen, aber das war nicht der Fall. Ich bin am Boden zerstört. Die Tour ist für weitere zwei Tage in England und wir haben ein unglaubliches Team. Sie werden großartig fahren und ich wäre gerne Teil dieses Erfolges gewesen«, sagte Cavendish vor dem Start der zweiten Etappe.

Der große Favorit auf den ersten Etappensieg war im Schlusssprint mit dem Australier Simon Gerrans kollidiert und auf die rechte Schulter gefallen. Den Etappensieg und damit das erste Gelbe Trikot hatte sich wie im Vorjahr der Thüringer Marcel Kittel geholt. Erst Minuten später hatte Cavendish mit schmerzverzerrtem Gesicht die Ziellinie überquert.

Für die Radsport-begeisterten Briten ist der Ausfall eine riesige Enttäuschung, nachdem seit Tagen angesichts der großen Begeisterung Ausnahmezustand auf der Insel herrschte. Nach Angaben der Polizei sollen gut zwei Millionen Menschen am Samstag am Straßenrand gestanden haben.

Und Cavendish hatte sich sehnlichst das erste Gelbe Trikot seiner Karriere im Heimatort seiner Mutter gewünscht. Doch wie schon bei den Olympischen Spielen 2012 blieb der programmierte Erfolg in der Heimat aus. Cavendish zeigte trotzdem Größe und nahm die Schuld für den Sturz auf sich: »Ich habe versucht, eine Lücke zu finden, aber da war keine.«

Noch in der Nacht entschuldigte er sich via Telefon bei Gerrans. Beste Genesungswünsche kamen von seinem Rivalen und Auftaktsieger Marcel Kittel: »Das ist schade. Ich hoffe, dass er schnell wieder gesund ist.« Auch bei seinem Tour-Debüt in England war Cavendish 2007 im Telekom-Trikot gestürzt.

Mit einigem Abstand setzte Cavendish am Sonntag sein Unglück in Relation: »Es könnte schlimmer sein. Ich habe Freunde, die waren in Afghanistan, die haben keine Beine mehr und einen Arm verloren - im Vergleich dazu geht es mir nicht so schlecht. Ich werde in ein paar Wochen zurück sein«, sagte Cavendish in einer Presseerklärung seines Teams.

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