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»Che Guevara – Bilder der Revolution«

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Osvaldo Salas: Camilo Cienfuegos beim Einzug in Havanna.

Über 4500 Fotografien von der Revolution in Kuba hat der Wiener Sammler Christian Skrein in den letzten 25 Jahren zusammengetragen. 250 bedeutende Arbeiten daraus sind unter dem Motto »Che Guevara – Bilder der Revolution« bis zum 3. Februar im Museum der Moderne Rupertinum in Salzburg zu besichtigen. Geöffnet ist das Museum Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr und am Mittwoch bis 20 Uhr. Montags ist geschlossen.


Jeden Mittwoch um 12.30 Uhr gibt es »KunstHäppchen«, eine 20-minütige Führung inklusive Mittagsmenü im »Sarastro«, wo es auch jeden Mittwoch nach der Führung um 18.30 Uhr ein viergängiges kubanisches Menü gibt.

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Die Fotos eröffnen Einblicke in die entscheidenden zehn Jahre seit dem Beginn der Revolution in Kuba 1956 und fokussieren die mediale Präsenz des Revolutionsführers Che Guevara. Nach einer Präsentation im Getty Museum (Los Angeles, USA, 2011), wird die Ausstellung erstmals in Österreich in diesem Umfang gezeigt.

Zum Hintergrund der Ausstellung: Der 1952 durch einen Militärputsch an die Macht gekommene Staatspräsident Fulgencio Batista führte ein korruptes und diktatorisches Regime in Kuba. Hier setzt die kubanische revolutionäre Bewegung ein, die bis heute andauert: 1953 organisierte Fidel Castro mit seinen Getreuen den Angriff auf die Moncada-Kaserne, ein Putsch, der vom Batista-Regime brutal niedergeschlagen wurde.

1955 entlässt Batista Castro aus dem Gefängnis. Dieser geht ins Exil nach Mexiko, wo sich Che Guevara, ein aus Argentinien stammender Arzt, seiner Bewegung anschließt. 1956 kehren sie mit 82 Kämpfern aus Mexiko zurück nach Kuba und landen südlich von Havanna in der Provinz Granma.

Hier setzt der Beginn der Sammlung Skrein ein: mit der Vorbereitung des Guerrillakrieges, mit neuen Kämpfern, die hinzu kommen, etwa Camilo Cienfuegos, der mit Che Guevara und Fidel Castro das führende Triumvirat der Revolution bildet, oder mit Celia Sánchez, einer der ersten Frauen der Revolutionsbewegung. Die Revolutionäre finden eine breite Gefolgschaft in der Bevölkerung, bis 1959 mit der Einnahme von Havanna der endgültige Sieg erreicht war. Es folgte eine Phase der Konsolidierung. Nach dem Desaster in der Schweinebucht von 1961 folgte das totale Embargo der USA, das zur Isolierung der Karibikinsel und ihrer Führung beitrug.

Die Fotografien aus der Skrein Photo Collection umfassen den Zeitraum vom Ende des Batista-Regimes bis zur Kuba-Krise. Große Fotografenpersönlichkeiten aus Europa reisten in das unruhige Land mit den brodelnden Gesellschaftsveränderungen und machten aus den charismatischen Revolutionsführern Ikonen und Inbilder einer unzufriedenen Jugend am Vorabend der 1968er-Bewegungen in aller Welt.

Zum Begleitprogramm gehört auch eine Filmmatinee am Sonntag, 16. Dezember, in »Das Kino« mit Schwarzweiß-Dokumentarfilmen von Santiago Álvarez, einer der Väter des kubanischen Kinos, unter anderem »Now Kuba« (1965), Hasta la victoria siempre« (1967), ein Porträt Che Guevaras anlässlich seines Todes, oder »Despegue a las 18:00« (1969), ein Bericht über die wirtschaftliche Situation in Kuba unter der US-Blockade. vm