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Chiefs mit drittbestem Sturm der Liga

»Nun haben wir endlich einmal ein Spiel gewonnen, obwohl wir nicht die bessere Mannschaft waren«, meinte Co-Trainer Bernd Karmann zum 6:4-Auswärtserfolg der Trostberg Chiefs beim HC Landsberg in der Eishockey-Landesliga Südwest. »In der Vergangenheit haben wir solche Spiele verloren.« Mit dem dritten Auswärtssieg gelang der vierte Erfolg am Stück.

Die Trostberg Chiefs haben nun nach 26 Spielen ein ausgeglichenes Punktekonto (26:26). Vor fünf Wochen hätte noch keiner für möglich gehalten, dass die Chiefs nun sogar bei den Top-Teams der Liga angelangt sind. Mit 131 Treffer haben sie den drittbesten Sturm der Liga; alleine 40 Treffer gelangen in den jüngsten vier Spielen.

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Bernd Karmann musste überraschend für den verhinderten Cheftrainer Michael Lehmann hinter die Bande, der freute sich aber trotz seiner Abwesenheit: »Die Mannschaft hat momentan einfach einen Lauf und dies waren wiederum zwei wichtige Punkte.« Karmann musste dann auch noch kurzfristig das Team umstellen, denn Alex Wimmer und Dominik Fuchs fielen aus.

Nach einem ausgeglichenen ersten Spielabschnitt mit den Toren von Marco Habereder und Michael Hess kam im zweiten Drittel »Leben in die Bude«. Gleich nach Wiederbeginn trafen Milan Marnota und erneut Habereder innerhalb von 96 Sekunden zur 3:1-Führung für die bis dahin sehr effektiv spielenden Chiefs. Im Anschluss wurde es erstmals hektisch. Florian Wehle kassierte eine Fünf-Minuten-Strafe wegen hohen Stocks, die wegen Verletzung des Gegenspielers zur Spieldauerdisziplinarstrafe ausgeweitet wurde.

»Diese Auslegung ist in Ordnung, wenngleich Wehle seinen Gegenspieler nicht absichtlich im Gesicht traf«, gab Karmann zu bedenken, lobte aber gleichzeitig die Leistung der Unparteiischen: »Sie waren souverän und konsequent, dadurch geht auch die Strafe in Ordnung.«

In dieser Phase des Spiels gerieten die Chiefs zunehmend unter Druck und hatten großes Glück, dass nur ein Tor zum 2:3-Anschluss fiel. »Da war es äußerst knapp«, betonte Karmann, der seinem Schlussmann Maxi Kruck ein Sonderlob erteilte. »Er war der Mann des Spiels – nicht nur in dieser Phase.« Mit der knappen Führung ging es in die zweite Drittelpause.

Im Schlussabschnitt kamen die Landsberger zweimal zum Ausgleich, die Partie stand auf der Kippe. Aber die Trostberger Kufenflitzer schlugen immer wieder zum richtigen Zeitpunkt zurück. Drei Minuten vor der Schlusssirene, beim Stand von 4:5, riskierte Landsberg alles. Nach einer Auszeit ging Torsteher Michael Falkenberger vom Eis. Aber statt des erhofften Ausgleichs traf Thomas Scheck zum 6:4 in leere Gehäuse. Er versenkte einen Pfostenschuss von Milan Marnota im Liegen, der wieder bis zur blauen Linie zurückgesprungen war. Damit schwimmen die Chiefs momentan weiter auf der Erfolgswelle.

HC Landsberg - TSV Trostberg 4:6 (1:1, 1:2, 2:3): Tore: 0:1 (11.) Habereder, 1:1 (14.) Hess, 1:2 (22.) Marnota, 1:3 (23.) Habereder, 2:3 (25.) Klemm, 3:3 (43.) Kerber, 3:4 (44.) L. Feldner, 4:4 (46.) Kerber, 4:5 (51.) Marnota, 4:6 (60.) Scheck; Strafzeiten: Landsberg 8, Trostberg 17 plus 20 (Wehle); Zuschauer: 175. td