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Er verbuchte auch diesmal eine gute Trefferquote für den TVT: Markus Haindl (vorn, hier gegen Abdirahim Jimale/3). (Foto: Weitz)

Chiemgau Baskets mit hohem Sieg in Regensburg

Fünfter Sieg in Serie für die Chiemgau Baskets: Die Bayernliga-Basketballer des TV Traunstein (TVT) bleiben auch nach ihrem Gastspiel bei den Regensburg Baskets ungeschlagen. Die TVTler kehrten mit einem deutlichen 115:74-Sieg aus der Oberpfalz zurück. Damit belegen sie weiterhin den zweiten Tabellenplatz hinter dem TV Dingolfing, der einen Sieg mehr eingefahren hat.

Die Chiemgau Baskets traten mit nur neun Mann in Regensburg an, da sich nach Valentin Rausch, Stefan Gruber und Vince Garrett krankheitsbedingt kurzfristig auch Timo Endlmaier und Aris Ipate abgemeldet hatten. Doch das Team von Cheftrainer Tobis Guggenhuber ließ sich weder von der langen Anreise noch dem Mangel an großen Spielern beeindrucken und kam mit viel Energie und voll konzentriert aus der Kabine. Ein krachendes 27:4 prangte nach acht Minuten auf der Anzeigetafel.

»Wir haben von Beginn an das gezeigt, was uns gegen Vaterstetten gefehlt hat«, freute sich Guggenhuber über das starke erste Viertel. »Wir sind aggressiv zum Korb gegangen und haben in Korbnähe die Bretter dominiert.«

Regensburg litt unter dem Fehlen von Alexander Frey, in der Woche zuvor gegen Bad Aibling noch Topscorer, hatte aber in Thibaut Munier einen starken Offensivakteur und Verteidiger, der im Laufe des Spiels 20 Punkte sammelte.

Nach der 29:11-Führung im ersten Viertel rotierten die Chiemgauer verstärkt durch, um allen Spielern viel Zeit auf dem Feld zu ermöglichen. Garric Young, der in Vaterstetten Blessuren an Schulter und Sprunggelenk erlitten hatte, gelang in Regensburg mit 31 Punkten, acht Rebounds und sechs Blocks ein starker Auftritt. »Er ist auf dem Weg, der dominante Zonenspieler zu werden, den wir sehen möchten«, so Guggenhuber. Ebenso hervorzuheben war die Vorstellung von Jakob Kock, der hinten wie vorne eine engagierte Leistung ablieferte und 24 Punkte sammelte. »Er war in den letzten drei Spielen der wichtigste Mann für uns«, fand Guggenhuber. Eine auffällige Partie lieferte auch Victor Langner ab, der zwei Jahre in Regensburg gespielt hatte und gegen die alten Kameraden oft unter dem Korb agieren musste. Er trug mit 17 Punkten zum Ergebnis der Traunsteiner bei. »Insgesamt war das Timing in der Offensive deutlich besser als in Vaterstetten«, stellte Guggenhuber fest. »Wir hatten viele freie Schüsse, die wir besser verwandelt haben als in der Vorwoche.« Festzumachen war diese gute Trefferquote auch an Kapitän Markus Haindl, der fünf Dreier einwarf und 23 Punkte erzielte.

Im zweiten Viertel agierten die Traunsteiner offensiv weiter souverän, leisteten sich aber in der Defensive einige Unkonzentriertheiten. So ging es mit 65:31 in die Pause. Auch nach Wiederanpfiff ließen die Gäste nicht nach, obwohl Regensburg nun besser ins Spiel kam, da Garric Young foulbelastet zurückstecken musste und die Donaustädter freier unter dem Korb agieren konnten. 88:45 endete das dritte Viertel.

Im letzten Spielabschnitt landete Young dann nach 32 Minuten mit fünf Fouls endgültig auf der Bank. Aber die TVTler sammelten weiter einen Korb nach dem anderen und stellten so schließlich den Endstand von 115:74 her. »Wir haben zu viele Punkte zugelassen, was sicherlich auch der kurzen Rotation geschuldet war. Andererseits haben wir in der Offensive zu dem zurückgefunden, was wir gegen Vaterstetten noch komplett vermissen ließen«, zog Guggenhuber als Fazit. Eine ebensolche offensive sowie eine bessere defensive Leistung wünscht sich der Bad Aiblinger auch bei der anstehenden Partie am Sonntag in Landshut: Die dortige TG steht nach der Auftaktniederlage gegen den TV Dingolfing und den folgenden vier Siegen auf dem dritten Tabellenplatz und ist dementsprechend als schwieriger Gegner einzuschätzen.

Regensburg Baskets: Thibaut Munier (20 Punkte/2 Dreier), Markus Höß (14/2), Marius Pfister (12), Luca Neudecker (9/1), Julian Panovsky (8), Matthias Kube (4), Matthieu Tricot (3), Thomas Fakler (2), Jonathan Pausch (2), Miklas Feiner, Linus Merz, Manuel Wohl.

Chiemgau Baskets: Garric Young (31 Punkte), Jakob Kock (24/1 Dreier), Markus Haindl (23/5), Victor Langner (17/1), Kazuhiko Yokoyama (6/1), Noel Friedl (4), Jonas Keil (4), Felix Schwankner (3), Thomas Weber (3/1).

SR