Chieminger Mädchen für BM qualifiziert

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Stephanie Deinzer (links) und Lina Hakobyan vom TSV Chieming mit Pokal und Urkunde. (Foto: Verein)

Die Corona-Pandemie schränkt einmal mehr auch den Tischtennis-Spielbetrieb ein, die Mannschaftssaison ist wieder unterbrochen. Dennoch konnte die Tischtennis-Abteilung des FC Chamerau – im Oberpfälzer Landkreis Cham gelegen – die Einzelmeisterschaft im Verbandsbereich des Nachwuchses im Südosten Bayerns ausrichten.


In den Altersklassen U 18, U 15 und U 13 ging‘s an den grünen Platten zur Sache, der FC organisierte ein perfektes Turnier. Insgesamt kämpften 79 Aktive um wertvolle Ranglistenpunkte sowie um die Startberechtigung an der Bayerischen Jugend-Einzelmeisterschaft 2021/22. Aus dem ehemaligen Kreis Reichenhall-Traunstein waren bei der männlichen Jugend U 18 Florian Eckstein (früher SV Oberteisendorf) vom TSV Polling und Fabian Scharf vom TSV Berchtesgaden qualifiziert. Christian Glöckner (TSV Stein/St. Georgen) verzichtete aus persönlichen Gründen auf einen Start in der Oberpfalz.

Bei den U-13-Mädchen durften erwartungsgemäß die Chiemingerinnen Lina Hakobyan und Stephanie Deinzer mit dabei sein. Für die restlichen Altersklassen konnte sich aus der Region niemand für diesen hochrangigen Bewerb empfehlen.

Der Berchtesgadener Florian Scharf schied im Achtelfinale aus und belegte am Ende Rang 13. Florian Eckstein war erfolgreicher, musste jedoch im Viertelfinale die Segel streichen – Platz 5 war dennoch ein beachtliches Ergebnis. Die Qualifikation für die Bayerische Meisterschaft verfehlten damit allerdings beide.

Aufgrund der im Punktspielbetrieb erzielten Ranglistenpunkte waren Lina Hakobyan und Stephanie Deinzer vom TSV Chieming in den zugelosten Vorrundengruppen auf Platz 1 gesetzt. Betreut durch das Trainergespann Sepp Radlbrunner und Robert Hiederer dominierte Lina Hakobyan ihre Vorrundengruppe klar. Stephanie Deinzer musste dagegen bereits in der Vorrunde eine überraschende Niederlage gegen Anna Riederer vom FC Zandt einstecken. Bei ihr machte sich mit Fortdauer des Turniers der Trainingsrückstand bemerkbar. Eine Niederlage gegen die schwächer eingestufte Antonia Himmler (DJK Pilsach) in der K.o.-Runde war die logische Folge. Dennoch qualifizierte sich die Chiemingerin für die Bayerische Meisterschaft.

Erfolgreicher agierte Lina Hakobyan: Bis zum Viertelfinale spielte sie bravourös und räumte dabei so manchen harten Brocken aus dem Weg. Die Elfjährige zeigte dabei nicht nur ihr technisches Können, sondern musste auch ihr großes Kämpferherz auspacken. Im Halbfinale hatte die Chiemingerin großes Pech, denn den entscheidenden Satz gegen die spätere Turniersiegerin Anna Irrgang vom veranstaltenden FC Chamerau verlor sie lediglich durch zwei unglückliche Netzroller. Aufgrund dieser Niederlage wurde sie am Ende »nur« Dritte. Turnierzweite wurde Johanna Lex vom ASV Eggstätt. Lina Hakobyan war über ihren 3. Rang sehr traurig und haderte mit dem Schicksal, da sie Lex im Finale des Turniers in Chieming noch mit lediglich zwei Gegenpunkten besiegt hatte.

Trainer Sepp Radlbrunner war mit dem Erreichten sehr zufrieden: »Beide Spielerinnen sind für die Bayerische qualifiziert. Was will man mehr?« Er erklärte weiter: »Von der Technik her war Lina mit Abstand die Beste. Auch Stephanie hat sich verbessert. Darauf lässt sich aufbauen. Beiden fehlt einfach die Spielerfahrung, damit sie sich durch einen Glücksball der Gegnerin nicht aus dem Konzept bringen lassen. Diese Erfahrung ist nur durch Wettkämpfe zu erreichen.« Ob die Bayerische Meisterschaft Mitte Dezember stattfinden kann, ist fraglich.

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