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Nach geplatzter Tourismus-Fusion: Eigene touristische Arbeits- und Marketinggemeinschaft

Chiemsee-Gemeinden gehen in die Offensive

Die zehn Chiemsee-Gemeinden bilden ab sofort eine eigene touristische Arbeits- und Marketinggemeinschaft. Damit reagieren sie auf die geplatzte Fusion der Tourismusverbände der Landkreise Traunstein und Rosenheim (wir berichteten ausführlich).

Dass die Fusion der Tourismusverbände trotz mehrmaliger Ankündigungen nun in weite Ferne gerückt zu sein scheint, ist für die Bürgermeister der zehn Gemeinden »nicht tragbar«, heißt es in einem Schreiben an die Landräte Siegfried Walch und Wolfgang Berthaler. Sowohl für die Chiemsee-Gemeinden als auch für die Region Chiemsee sei eine gemeinsame Vermarktung »existenziell und alternativlos«. Weder für die Gäste noch für die Gemeinden sei es nachvollziehbar, »dass hier nach wie vor eine touristische (Landkreis-)Grenze aufrechterhalten wird«. Daher haben die zehn Gemeinden beschlossen, eine eigene Gemeinschaft zu bilden. Es werde einen gemeinsamen Internetauftritt geben, ebenso ein gemeinsames Gastgeberverzeichnis Chiemsee, einen gemeinsamen Veranstaltungskalender rund um den See, gemeinsame Messeauftritte und Werbemaßnahmen sowie eine gemeinsame Bewerbung touristischer Höhepunkte.

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Natürlich kostet das alles Geld. Die Bürgermeister sind sich einig, dass die Finanzierung dieser Maßnahmen zur Hälfte aus den Mitgliedsbeiträgen der Gemeinden erfolgen soll, die andere Hälfte erhoffen sie sich von den Landkreisverbänden, »da sie unbestritten auch diesen zu Gute kommt«. In ihrem gemeinsamen Schreiben an die Landräte betonen die Bürgermeister, man erwarte »eine entsprechende touristische wie auch finanzielle Unterstützung der beiden Verbände, damit uns ab sofort wieder eine gemeinsame Strategie verbindet«.

Abschließend heißt es: »Eine Fusion der beiden Tourismusverbände hat für uns weiterhin oberste Priorität.« fb