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1 000 Stück von Berchtesgadenern gesammelt – »Zwei Häuser mit Energie versorgen«

Christbäume zur Energiegewinnung

Schönau am Königssee – »So viele waren es noch nie«, sagt Arnold Fellinger, Geschäftsführer des Biomasseheizkraftwerks in Schönau am Königssee.

Der Leiter des Biomasseheizkraftwerks, Arnold Fellinger (l.), und Heizwart Michael Bellmer vor einem von mehreren Christbaumhäufen, die in den letzten Tagen gesammelt wurden. (Foto: Pfeiffer)

1 000 Christbäume haben die Berchtesgadener bis Anfang Februar gesammelt und dort abgegeben. Diese werden gehäckselt und verfeuert – zur Energiegewinnung. »Knapp zwei Einfamilienhäuser können mit der freigesetzten Energie ein Jahr lang mit Warmwasser versorgt werden«, so Fellinger über die Entsorgungsaktion.

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Einen Christbaum zu entsorgen, das stellt so manchen vor eine größere Herausforderung. Zerhäckseln und auf den Kompost? Oder doch lieber hinters Haus stellen und warten bis die Nadeln abfallen? Natürlich kann man ihn im eigenen Ofen verbrennen – wenn man denn einen hat. Oder eben abgeben. Immer mehr Berchtesgadener nutzen diese Möglichkeit und entsorgen ihre Christbäume beim Biomasseheizkraftwerk in Schönau am Königssee. Dieses Jahr konnte das erste Mal die Marke von 1 000 Bäumen geknackt werden.

Dass man mit Christbäumen, die meisten nicht höher sind als zwei Meter, nicht sonderlich viel Energie umschlägt, ist klar. »Die Menge macht's«, erklärt Arnold Fellinger, der die Bäume nicht nur von Privatpersonen erhält, sondern auch zusätzlich die Fichten des Berchtesgadener Adventsmarkts »entsorgt«.

Alle Bäume, die gesammelt werden, werden zerhäckselt, um dann verheizt zu werden. Rund zwei Einfamilienhäuser sollen mindestens mit Energie versorgt werden können. Immerhin kommen mehrere Dutzend Schüttraummeter Baummaterial zusammen. »Das ist schon eine ordentliche Menge«, so Fellinger, der sich über die ungewöhnliche Entsorgungsaktion freut, die im nächsten Jahr erneut stattfinden soll. Kilian Pfeiffer