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Christine Schäfers neues Liederabend-Programm

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»Liederabende mache ich gerne, da sind wir unsere eigenen Herren.« Das sagt die Sopranistin Christine Schäfer, auch im Namen ihres langjährigen Klavierbegleiters Eric Schneider. Der Reiz, eine ganz besondere, sehr persönliche Liedzusammenstellung zu präsentieren, hat Christine Schäfer von je her gereizt. Ort der Premiere ihres neuesten Liederabend-Programms ist heute Abend die Traunsteiner Klosterkirche. Lieder von Johannes Brahms und Richard Strauss, in zwei großen Blöcken zusammengestellt. wird sie später u. a. auch auf der Schubertiade Schwarzenberg, im Konzerthaus Berlin, auf dem Musikfest Bremen, im Brahmssaal Wien, in der Hamburger Laeiszhalle singen. Wie gesagt, Erstaufführung in der Traunsteiner Klosterkirche.


Johannes Brahms hat neben großen Lyrikern wie Goethe, Eichendorff, Rückert oder Mörike gerne auch weniger bedeutende Dichter wie seinen Freund Klaus Groth, Carl Lemcke oder Adolph Freiherr von Schack vertont. Daneben basieren viele seiner Klavierlieder auf Volksliedtexten, z. B. serbischen oder böhmischen Ursprungs. »Mädchenlieder« könnte die Überschrift zu den elf Brahms-Liedern lauten, die Christine Schäfer aus dessen weit über 200 Liedkompositionen für ihr aktuelles Programm ausgewählt hat.

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Auch unter den Lyrikern, denen Richard Strauss durch seine Liedkompositionen quasi zu Unsterblichkeit verholfen hat, sind Namen, die uns heute nur noch wenig oder gar nichts mehr sagen, wie z. B. Hermann von Gilm oder Karl Henckell. Aber ihre Gedichte, zu ihrer Zeit gerne gelesen und geschätzt, haben den Liedkomponisten Strauss in ihrer Thematik und ihrem poetischen Sprachduktus sehr angesprochen.

Die Zusammenstellung der Strauss-Lieder in Christine Schäfers Abendprogramm kreisen um die Themen Liebe, Sehnsucht, Trauer – die Texte hat der Komponist auch den Gedichtsammlungen von Klopstock, Heine, Brentano oder Dehmel entnommen. Imke von Keisenberg