weather-image
13°

Christoph Daum über Uli Hoeneß: «Ich habe Mitgefühl»

0.0
0.0
Daum und Hoeneß
Bildtext einblenden
Christoph Daum (l) würde sich gern mit Uli Hoeneß aussprechen. Fotos: Jens Wolf (l) und Andreas Gebert Foto: Jens Wolf Foto: dpa

Köln (dpa) - Der ehemalige Bundesligatrainer Christoph Daum hat nach jahrelangen Auseinandersetzungen seinen «Frieden mit Uli Hoeneß geschlossen».


Das sagte der 60-Jährige der Tageszeitung «Express». Er könne sich gut in den wegen Steuerhinterziehung zu einer Haftstrafe verurteilten Hoeneß und in dessen Familie hineinversetzen: «Ich habe Mitgefühl. Ich empfinde keinerlei Rachegelüste.» Er wisse, dass «Hoeneß durch die Hölle geht», so Daum.

Anzeige

Der einstige Bayern-Manager und -Präsident Hoeneß hatte sich nicht nur wegen Daums Drogenaffäre jahrelang öffentlich mit dem Fußball-Lehrer gestritten. Nun will sich Daum nach eigenem Bekunden mit Hoeneß aussprechen, ihn aber nicht im Strafvollzug besuchen. Das empfände Daum als nicht angemessen: «Damit mich alle fotografieren? Damit es nach einem PR-Gag aussieht?»

Schon wenn er einen Besucherschein ausfülle, käme seine Absicht, sich mit Hoeneß im Gefängnis zu treffen, heraus. «Und dann heißt es: Ja, ja, der Daum. Besucht Hoeneß, wenn es ihm schlecht geht.» Daum der Gute, Hoeneß der Böse - das sei «nicht mein Ding», ergänzte Daum.