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»Club«-Mission Wiederaufstieg ohne Schommers

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Boris Schommers
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Bleibt nicht Trainer von Bundesliga-Absteiger Nürnberg: Boris Schommers. Foto: Daniel Karmann Foto: dpa

Boris Schommers hat beim 1. FC Nürnberg keine Trainerzukunft. Der Interimscoach wird nicht befördert und verlässt den »Club«. Wer soll die schwere Mission Wiederaufstieg in Angriff nehmen? So einiges deutet auf einen Österreicher hin.


Nürnberg (dpa) - Rekordabsteiger 1. FC Nürnberg setzt für seine Mission Wiederaufstieg auf einen neuen Trainer. Der fränkische Traditionsverein verwehrt Interimscoach Boris Schommers die Beförderung zum Chef und trennt sich zum Saisonende von dem 40-Jährigen.

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Sportvorstand Robert Palikuca hatte Angaben zufolge Schommers im persönlichen Gespräch einen Anschlussvertrag im Verein zugesichert. »Leider hat sich Boris gegen diese Möglichkeit entschieden, weil er seine Zukunft beim Club mit der Position des Cheftrainers verknüpft hat«, sagte Palikuca.

Nach der Beurlaubung von Michael Köllner am 12. Februar war Schommers vom Assistenten zum Interimstrainer aufgestiegen. Der Rheinländer konnte den Aufsteiger zwar stabilisieren, doch die Punkteausbeute reichte bei weitem nicht für die ersehnte Rettung. Seit dem 0:4 am Samstag am vorletzten Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach steht der »Club« als Absteiger aus der Bundesliga fest - bereits zum neunten Mal.

»Ich habe ja gesagt, dass ich dem 1. FC Nürnberg gerne zur Verfügung stehe und mit dieser Mannschaft gerne weiter arbeiten möchte. Alles andere liegt in der Entscheidung vom Vorstand Sport«, hatte Schommers betont. Palikuca wiederum hatte erklärt, die Trainerfrage in dieser Woche zu klären. Das Auswärtsspiel am Samstag beim SC Freiburg (15.30 Uhr) wird jedenfalls der letzte Auftritt von Schommers als Cheftrainer.

»Wir sind Boris Schommers sehr dankbar für die geleistete Arbeit. Er hat sich in einer schwierigen Phase bereit erklärt, dem Club zu helfen und der Mannschaft für das letzte Drittel der Saison eine Stabilität verpasst, die ihren Beitrag dazu leistete, dass wir die Bundesliga mit erhobenem Haupt verlassen können«, resümierte Aufsichtsratschef Thomas Grethlein.

Die Nürnberger planen nach »intensiver Analyse der aktuellen Spielzeit« auf der Cheftrainerposition anders. Medienberichten zufolge soll Sportvorstand Palikuca den Österreicher Damir Canadi als neuen Chef favorisieren. Der 49-Jährige hat in den vergangenen beiden Spielzeiten mit überschaubarem Budget erfolgreich beim griechischen Erstligisten Atromitos Athen gearbeitet.

Zudem wird als Sportdirektor Peter Hermann gehandelt. Der 67-Jährige ist aktuell Assistenztrainer beim FC Bayern München. Hermann arbeitete allerdings schon einmal in Nürnberg: In der Saison 2008/09 war er Co-Trainer unter Michael Oenning.

Aus dem aktuellen Trainerteam werden auch die beiden Assistenztrainer Marek Mintal und Fabian Adelmann ausscheiden. Mintal wird in der kommenden Saison die Verantwortung für die U21-Mannschaft in der Regionalliga Bayern übernehmen. Adelmann startet mit dem U19-Team den direkten Angriff auf den Wiederaufstieg in die A-Junioren Bundesliga. Diese Ziel verfolgen auch die Profis. Nach dem 0:4 gegen Mönchengladbach überreichten Fans der Mannschaft um Kapitän Hanno Behrens Trikots mit dem Auftrag für die Spielzeit 2019/20: »Mission Wiederaufstieg.«

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