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Coach Lieberknecht zittert vor Kumbelas Torhunger

Braunschweig (dpa) - Braunschweigs Torjäger Domi Kumbela versetzt die Konkurrenz in der 2. Fußball-Bundesliga in Angst und Schrecken. Sogar sein eigener Trainer zittert vor dem Deutsch-Kongolesen, der mit einem herrlichen Schlenzer das Siegtor beim 2:1 (1:1) gegen Dynamo Dresden erzielte.

Torhungrig
Domi Kumbela bejubelt seinen Treffer zum 2:1 für Braunschweig gegen den Dynamo Dresden. Foto: Peter Steffen Foto: dpa

«Er weiß, dass es für mich sehr teuer wird, wenn er die Runde als Torschützenkönig beendet, unter der Voraussetzung, dass uns der große Traum gelingt», verriet Torsten Lieberknecht im TV-Sender Sky. «Für ihn wird das sehr schön, weil er dann in warme Gefilde fliegen darf», ergänzte der Eintracht-Coach.

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«Der Trainer hat allen Grund, Angst zu haben», konterte der 28 Jahre alte Stürmer selbstbewusst. Die Aussichten, die private Wette gegen den Trainer zu gewinnen, sind seit Gründonnerstag gewaltig gestiegen. Mit dem 17. Saisontreffer baute Kumbela seine Führung in der Torschützenliste aus und hievte die Niedersachsen zurück auf Platz eins. Hertha BSC kann die Eintracht zwar an diesem Samstag wieder überholen, doch die Restzweifel am Bundesliga-Aufstieg des deutschen Meisters von 1967 werden immer weniger. Das Polster auf Rang drei beträgt derzeit 14 Punkte.

Von Aufstiegs-Hochrechnungen wollte Kumbela nichts wissen. «Wir haben noch sieben Spiele. Die wollen wir, wenn möglich, alle gewinnen», erklärte Braunschweigs Top-Stürmer. Ihm klebt derzeit das Glück am Fuß. «Es sieht aus wie gewollt, aber ich hatte auch etwas Glück», kommentierte Kumbela sein Zaubertor. Es beendet endgültig Braunschweigs «kleines Ergebnistal» (Lieberknecht) und vergrößerte Dynamos Abstiegssorgen. «Es ist bitter, aber ich bin hundertprozentig überzeugt, dass wir die Klasse halten», sagte Trainer Peter Pacult.

Sein Braunschweiger Kollege spendierte den Eintracht-Profis über Ostern ein paar freie Tage und richtete den Fokus bereits auf das Gipfeltreffen am 8. April bei Hertha BSC. «Wir freuen uns wahnsinnig auf das schöne Spiel in Berlin», fasste Lieberknecht die euphorische Stimmung in der Stadt zusammen. Mindestens 8000 Fans wollen die Braunschweiger Löwen auf der nächsten Aufstiegs-Etappe begleiten.

Mutige Anhänger der Münchner Löwen hoffen ebenfalls noch auf die Rückkehr in die Erstklassigkeit. «Hinten zu null gespielt, vorne ein Tor. Das ist ein schöner Sieg», stellte Torwart Gabor Kiraly nach dem 1:0 (1:0) von 1860 München bei Erzgebirge Aue fest. Dank des Treffers von Rob Friend (14.) zum vierten Auswärtserfolg in Serie hält der Traditionsclub den Kontakt zum Relegationsplatz. Mitbewerber Energie Cottbus ließ beim 1:1 (0:0) gegen den VfR Aalen zwei Punkte liegen.