Corona-Pandemie belastet weiter die Fitnessstudios – Ein Betreiber berichtet
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Die 2G-plus-Vorschriften in Fitnessstudios hätten signifikante Auswirkungen auf die Neuanmeldungen, sagt der Betreiber der »Sportinsel« in Traunreut, Alexander Weisshaupt (links mit Trainer Klaus Breucker). (Foto: Rasch)

Corona-Pandemie belastet weiter die Fitnessstudios – Ein Betreiber berichtet

Traunreut – Fitnessstudios sind seit Dezember wieder geöffnet. Doch viele Sportbegeisterte vermeiden aufgrund der verschärften Corona-Auflagen einen Besuch. Vielen ist es zu aufwendig, zusätzlich zu einem Impf- oder Genesenen-Nachweis einen aktuellen Test vorzulegen.


Die »Sportinsel« in Traunreut – stellvertretend betrachtet für alle Studios in der Region – bildet da keine Ausnahme: »Die 2G-plus-Vorschriften haben auch signifikante Auswirkungen auf die zum Jahresbeginn wegweisenden Neuanmeldungen«, sagt Alexander Weisshaupt. Der Studio-Inhaber bangt auch im zweiten Corona-Winter um sein Geschäft.

»Die Auflagen sind für die Branche extrem schlimm. Es ist eine totale Katastrophe«, betont Weisshaupt. Der Jahresauftakt sei die wichtigste Zeit für Fitnessstudios. Jeder Studiobetreiber lebe hauptsächlich im ersten Quartal von Neuanmeldungen. »Wir gewinnen unsere Neumitglieder zwischen Oktober und Februar, die fast alle weggebrochen sind.«

Im zweiten Corona-Jahr habe man zwar öfters trainieren können, aber unter extrem schlechten Bedingungen. Weisshaupt hat die Erfahrung gemacht: »Die Leute sind in einer Abwehrhaltung.«

Viele treue Mitglieder seien hin- und hergerissen, was die immer wieder neuen Corona-Auflagen betreffe. »Die Pressekonferenz der Regierung ist kaum aus, da rufen die Leute schon bei uns an, welche Regeln bei uns gelten«, berichtet Alexander Weisshaupt dem Traunsteiner Tagblatt. In seinem Traunreuter Studio gilt aktuell die 2G-plus-Regel. Das heißt, dass die Besucher geimpft und genesen sein müssen und zusätzlich einen aktuellen Corona-Test machen müssen. Geboosterte sind von der Testpflicht befreit.

Größerer Personalaufwand

Die Nachweispflicht am Eingang bedeutet für das Studio auch einen größeren Personalaufwand. »Wir haben das Personal zu 100 Prozent aufgestockt, damit alles geregelt abläuft«, versichert der Studiobesitzer. Außerdem halte das Studio von Anfang an ein durchdachtes Hygienekonzept vor, das immer wieder erweitert werde.

Alexander Weisshaupt, der den Betrieb vor drei Jahren übernommen hat, hatte bereits während des ersten Lockdowns die Schließzeit genutzt, das Studio auf Vordermann zu bringen.

ga