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Corona-Situation und Beschränkungen: Kinder sind erstaunlich gut informiert

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Traunreut: Kindergartenkinder erstaunlich gut informiert über Corona-Situation und Beschränkungen
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Die Kinder des katholischen Kindergartens an der Adalbert-Stifter-Straße verbringen viel Zeit im Garten. Dabei gibt es auch allerhand zu entdecken und zu erforschen. (Foto: Rasch)

Traunreut – Mit den Lockerungen der Corona-Beschränkungen kehrt auch in den Kindergärten im Stadtgebiet Traunreut langsam wieder der Alltag ein, wenngleich derzeit noch weniger Kinder betreut werden. Neben den Kindern der Notbetreuung dürfen bislang nur Vorschul- und Geschwisterkinder wieder die Einrichtungen besuchen.


Im katholischen Kindergarten an der Adalbert-Stifter-Straße in Traunreut »ist es wirklich erstaunlich still. Im Moment sind nur rund ein Viertel der Kinder da«, sagte die Leiterin Evi Dirler. Ab dem 15. Juni dürfen dann auch die Kinder, die ab September Vorschulkinder werden, wieder den Kindergarten besuchen. »Wenn vielleicht ab 1. Juli wieder alle Kinder kommen dürfen, dann freuen wir uns«, so Dirler. Wie in allen anderen Kindergärten müssen gewisse Hygieneregeln eingehalten werden. »Die Kinder sind erstaunlich gut informiert und machen das echt klasse«, lobt die Leiterin.

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Bei schönem Wetter verbringen sie viel Zeit im Garten, in dem es im Moment auch eine Menge zu entdecken gibt. »Die Kinder genießen es, das bunte Blumenmeer zu beobachten und zu erforschen und die Pusteblumen bereiten ihnen besonderen Spaß.«

Anders als in der Schule gibt es in den Kindergärten nur Empfehlungen und dazu gehört auch regelmäßiges Händewaschen, erklärt die Leiterin des katholischen Kindergartens Traunwalchen, Lisa Mühlbacher. Auch sie bestätigt, dass die Kinder über das Virus und seine Auswirkungen erstaunlich gut informiert sind. »Die Kinder haben keine Angst, aber sie wissen, was es heißen könnte, mit dem Virus angesteckt zu werden.« Schon die Kleinsten hätten gemerkt, dass wir alle zusammenhalten müssen. »Wir waren überrascht, wie viel die Kinder schon über Corona, die Ansteckungsgefahr und die Schutzmaßnahmen wussten«, so Mühlbacher.

In Traunwalchen werden aktuell 40 von insgesamt 75 Kinder betreut. »Während der Bringzeit müssen die Eltern Masken tragen und sich zuerst die Hände waschen, bevor sie uns ihr Kind übergeben«, erklärt Mühlbacher. Das funktioniere reibungslos und die Eltern hätten sehr viel Verständnis.

Neben dem Traunwalchner Kindergarten und dem Kindergarten an der Adalbert-Stifter-Straße Traunreut, ist die katholische Kirche auch Träger des Kindergartens an der Dresdner Straße und des Kinderhorts in Traunreut. Den Hort besuchen im Moment nur die Kinder, die auch beschult werden. Im Kindergarten an der Dresdner Straße sind aktuell nur 26 von 73 Stühlchen besetzt. Vor den Eingängen hängen Desinfektionsmittel-Spender, Tische und Stühle werden regelmäßig desinfiziert und für die Eltern gilt Mund- und Nasenschutzpflicht.

Diese und weitere drei kirchliche Einrichtungen in Trostberg und in Altenmarkt werden im Kita-Verbund Traun-Alz verwaltet. »Es ist deutlich zu spüren, wie sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder auf die Kinder freuen und mit Herzblut dabei sind«, sagte Verwaltungsleiter Martin Spörlein. Die schrittweisen Lockerungen seien für das Personal eine spannende Zeit.

Auch in der kinderlosen Zeit waren die Erzieher nicht untätig. In Haus und Garten gab es viel zu tun und auch an Kreativität habe es den Mitarbeitern in allen Einrichtungen nicht gefehlt, erklärte Spörlein. Die Räume wurden zum Teil neu gestaltet und die Gärten auf Vordermann gebracht, kaputte Spielsachen geklebt, Malmappen sortiert oder in Ruhe die Beobachtungsbögen der Kinder studiert. »Einfach alles, wo man sonst nicht dazukommt«, erklärten die Leiterinnen übereinstimmend. ga