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Corona-Stufenmodell als Perspektive

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Im Amateursport geht weiterhin nichts. Der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV) hat für die Wiederaufnahme des Vereinssports nun mit der TU München ein Stufenmodell entwickelt. Der Verband hofft, dass die Sportler bald wieder loslegen dürfen. Foto: dpa

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie hat der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV) für die Wiederaufnahme des Vereinssports mit der TU München ein Stufenmodell entwickelt. Dieses Konzept soll abhängig vom jeweiligen Infektionsgeschehen die Sportausübung in Stufen ermöglichen. Derzeit ist im Freizeit- und Amateurbereich der Betrieb fast gänzlich untersagt.


Wie der BLSV am Freitag mitteilte, soll bei einer Sieben-Tage-Inzidenz – also der Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche – zwischen 50 und 100 der Trainingsbetrieb in allen Sportarten in festen Gruppen bis maximal zehn Personen im Innen- und Außenbereich bei größtmöglicher Vermeidung des Körperkontaktes geöffnet werden. »Sportveranstaltungen im Freien und in Hallen ohne Zuschauer sollen genauso wie die Nutzung von Hallen und Schwimmbädern erlaubt werden. Sinkt der Inzidenzwert weiter, können stufenweise weitere Lockerungen erfolgen«, hieß es. »Wir brauchen jetzt eine Öffnungsperspektive, ab wann der Vereinssport wieder ausgeübt werden kann«, forderte BLSV-Präsident Jörg Ammon. »Für die Gesundheit unserer Bevölkerung ist es höchste Zeit, dass wieder Sport im Verein stattfinden kann.«

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Bei dem vorgelegten Plan werden selbstverständlich die gängigen Hygienekonzepte befolgt, wies der Verband noch hin. »Schon letztes Jahr hat der organisierte Sport bewiesen, dass seine Hygienekonzepte von den Sportlerinnen und Sportlern befolgt werden. Disziplin gehört zum Sport dazu«, sagte Ammon.

Neben der derzeit weiterhin fehlenden Öffnungsperspektive bereiten dem BLSV der Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen sowie der Mitgliederrückgang große Sorgen. Bayernweit liegt dieser bei zwei Prozent insgesamt, bei Kindern und Jugendlichen ist er mit fünf Prozent beziehungsweise 3,7 Prozent noch gravierender.

»Der Bewegungsmangel gerade bei Kindern und Jugendlichen hat durch die erhöhte Bildschirmzeit aufgrund des Corona-bedingten digitalen Distanzunterrichts noch einmal zugenommen. Deswegen ist es gerade für Kinder und Jugendliche immens wichtig, dass der Sportbetrieb so schnell als möglich wieder anläuft, um sie wieder für Sport und Bewegung zu begeistern«, erklärt Dr. Volker Renz, der Vorsitzende der Bayerischen Sportjugend im BLSV.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder hatten am Donnerstag beschlossen, dass die wesentlichen Corona-Maßnahmen bis zum 7. März fortgeführt werden sollen.

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