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CSU unterstützt Hotelbaupläne am Königssee

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Das ehemalige Badhotel wächst langsam zu. Für die CSU Schönau am Königssee ein Beleg dafür, dass am Königssee schnell etwas geschehen muss. Foto: privat

Schönau a. Königssee (CSU) – Die CSU Schönau am Königssee unterstützt die Mehrheitsentscheidung des Gemeinderats bezüglich der geplanten Hotelbauten am Königssee. Das bekräftigten mehrere Mitglieder des Ortsvorstands und der CSU-Fraktion im Rahmen einer gemeinsamen Ortsbesichtigung. Für Anfang September plant die CSU einen Infonachmittag für interessierte Bürgerinnen und Bürger.


CSU-Ortsvorsitzender Stefan Punz hatte die Fraktions- und Vorstandsmitglieder zu einer gemeinsamen Besprechung an den Königssee eingeladen, damit sich die CSU zu diesem wichtigen Thema klar positioniert. Fraktionsmitglied Franz Graßl erläuterte die Hotelprojekte und ging auf den Werdegang der Planung ein. Nach seinen Worten hatte das Hotel »Königssee« im Jahr 1862 den Betrieb aufgenommen und konnte in der Blütezeit der Hotelgeschichte bis zu 550 Gäste gleichzeitig beherbergen. Vor rund zehn Jahren begann die Schließung der ersten Gebäude mit Badhotel, Sporthotel (zuletzt genutzt als Asylbewerberheim in den Jahren 1982 bis 2006), Landhaus Königssee und Hotel Königssee (Live-House). »Übrig geblieben von dem großen Hotelkomplex mit 550 Betten ist nur noch das Stammhaus Hotel ›Königssee‹ mit rund 80 Betten, der Rest steht leer, verfällt und wächst zwischen Sträuchern und Eschen ein«, stellte Franz Graßl fest. Die Suche nach Investoren begann vor weit über zehn Jahren, gestaltete sich aber äußerst schwierig.

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Der Gemeinderat Schönau am Königssee, das erfuhren die CSU-Mitglieder, habe zusammen mit den Projektentwicklern N+F Königssee AG einen Entwicklungsprozess durchgeführt, »der den Interessen der Gemeinde im Hinblick auf eine verantwortungsvolle Ortsplanung gerecht wird und einen wirtschaftlichen Betrieb zulässt«. Im Januar 2012 wurden die ersten Planungsunterlagen im Gemeinderat öffentlich vorstellt. Es handelte sich um zwei Hotels, sechs Appartementhäuser und zwei Geschäftshäuser entlang der Seestraße. Die Planung sah vor, dass der Bahnhof Königssee von zwei Seiten eingebaut, nahezu komplett »erdrückt« werden sollte. Nachdem diese Planung für die Gemeinde nicht tragbar war, wurde ein neues Architekturbüro von den Projektentwicklern mit dem Ziel beauftragt, eine landschaftlich verträgliche Planung zu erstellen, die dem touristischen Bedarf gerecht wird. Zur Feststellung des touristischen Bedarfs war von der N+F Königssee AG ein Gutachten in Auftrag gegeben worden. Die Planung reduzierte sich auf ein Hotel, drei Appartementhäuser und ein Geschäft an der Seestraße.

Bei der Vorstellung der Planung im Dezember 2012 hatte der Gemeinderat öffentlich beschlossen, dass die Kubatur des Geschäftsgebäudes zu verringern ist. »Ziel der neuen Planung war es, dass die Betrachter des Hotelkomplexes von der Seestraße aus möglichst wenig Gebäude sehen, deshalb wurden die Appartementhäuser nach Osten, also hinter das Hotel, verlegt«, so Franz Graßl. Aufgrund der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden die Apartmenthäuser um ein Stockwerk auf fünf Vollgeschosse reduziert, ebenfalls wurde eine nochmalige Verkleinerung des Geschäftsgebäudes beschlossen. »Es ist zweifelsfrei festzustellen, dass die heutige Planung im Dialog zwischen Projektentwicklern und Gemeinderat entwickelt wurde«, sagte Graßl.

Im Rahmen dieses Prozesses beantragte Josef Größwang die Erweiterung seines Hotels »Königssee« (Stammhaus). »Die Modernisierung und Erweiterung des Stammhauses an vorderster Front zum Königssee ist dringend notwendig, damit das Hotel wirtschaftlich weiter betrieben werden kann«, erklärte Josef Größwang der Besuchergruppe am Königssee. Den immer wieder auftauchenden Vorwurf, dass die Planungen beider Hotels nicht aufeinander abgestimmt seien, wies er vehement zurück. Beide Hotels – »Parkhotel« und Hotel »Königssee« – würden über dieselbe Zufahrt erschlossen, sie nutzten gemeinsam eine Tiefgarage und der Wellnessbereich im »Parkhotel« werde von beiden Hotels gemeinsam bewirtschaftet werden.

Verantwortungsvoll entscheiden bedeutet nach Ansicht der Schönauer CSU, ein neues Hotel auf einer bereits bebauten Fläche zu realisieren. Man wies darauf hin, dass 10 000 Quadratmeter des benötigten Baulandes bereits mit brachliegenden Hotelgebäuden bebaut seien, rund 3 000 Quadratmeter würden zusätzlich benötigt. Hierbei handele es sich nicht um wertvolle ökologische Flächen, sondern um eine aufgefüllte und begrünte ehemalige Bahngleisanlage. Die vorliegende Planung erhalte größtenteils die Parkanlage am ehemaligen Bahnhof Königssee und verbaue nicht den Blick zum denkmalgeschützten »Alten Bahnhof Königssee«.

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