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Deutsche Alpenstraße vom Bodensee bis zum Königssee nun durchgängig beschildert – Staatsministerin Aigner bei Feierstunde in Berchtesgaden

»Da bleibt einem die Spucke weg«

Berchtesgaden – Die Deutsche Alpenstraße ist nun durchgängig beschildert. Die letzten 15 Wegweiser hatten noch gefehlt, und zwar im Berchtesgadener Land. »Heute feiern wir den Lückenschluss der bayerischen Alpenstraße«, sagte Dr. August Markl, Vorsitzender des ADAC Südbayern, gestern im Gasthaus »Neuhaus«. Zu dem Festakt kamen neben den Ehrengästen aus der Lokalpolitik und dem ADAC auch MdL Michaela Kaniber, MdL Klaus Stöttner und Staatsministerin Ilse Aigner. Sie alle betonten, wie wichtig die Deutsche Alpenstraße, zum Beispiel aus touristischer Sicht, ist. Ilse Aigner sagte dazu: »Bei den traumhaften Orten, die man auf der Alpenstraße passiert, bleibt einem die Spucke weg.«

Sie haben den Lückenschluss der Beschilderung der Alpenstraße gefeiert (v.l.): Marktbürgermeister Franz Rasp, stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner, Vorsitzender des ADAC Südbayern Dr. August Markl und stellvertretender Landrat Rudolf Schaupp.
Staatsministerin Ilse Aigner betonte die touristische Bedeutung der Deutschen Alpenstraße. Während des Festakts in Berchtesgaden hatte sie gestern sichtlich jede Menge Gaudi beim Posieren für die Fotografen. (Fotos: Voss)

Der Berchtesgadener Marktbürgermeister Franz Rasp drückte seine Freude darüber aus, dass die Beschilderung »endlich fertig« sei. Fünf Jahre hat es gedauert, bis die 150 Wegweiser in den zehn Landkreisen in Bayern standen. Da der Königssee eines der Enden der 450 Kilometer langen Deutschen Alpenstraße ist – das andere Ende bildet der Bodensee – sagte Rasp: »Es lohnt sich, anzukommen. Aber auch die Reise an sich lohnt sich.« Darauf verwies auch der stellvertretende Landrat Rudolf Schaupp und nannte die Fahrt auf der Alpenstraße ein »Erlebnis auf der Straße«. Für die neuen Schilder im Landkreis haben sich die Berchtesgadener Land Tourismus GmbH und das Bauamt die anfallenden Kosten in Höhe von 2 000 Euro geteilt.

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Dr. August Markl, Vorsitzender vom ADAC Südbayern, erinnerte an die Anfänge der Deutschen Alpenstraße. König Max II. war im Jahr 1858 erstmals die Strecke entlanggefahren. »Heute würde ihm die Orientierung viel leichter fallen«, scherzte Markl. Die Strecke sei eine »Route der bayerischen Originale«. Mit den letzten Schildern, die mit weißer Schrift auf braunem Grund und einem Edelweiß verkünden, wo es langgeht, sei »endlich ein wichtiges Etappenziel« erreicht, fuhr Markl fort. Bis jetzt sei es ein Manko gewesen, dass die Urlauber nicht genau wussten, wo sie langfahren mussten – die Wegweiser waren laut ADAC »weder vollständig noch korrekt«. Daher habe der ADAC Südbayern in Kooperation mit dem Bayerischen Fernwege-Verein ein neues Konzept erarbeitet, das seit 2012 schrittweise umgesetzt wurde. Sowohl Markl als auch die anderen Redner fanden lobende Worte für den CSU-Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner. Er habe die »Initialzündung im Landtag für das Beschilderungskonzept« gegeben und den ADAC unterstützt, betonte Dr. August Markl. Überraschend war seine Aussage, man sei noch lange nicht am Ziel angekommen. Denn nun ist noch geplant, in den kommenden zwei bis drei Jahren markante Infotafeln an Start und Ziel der Alpenstraße aufzustellen, sowie an den sogenannten »Points of Interest«. »Wir wollen die Weiterentwicklung der Ferienstraße vorantreiben«, verkündete der Vorsitzende.

Den touristischen Wert der Alpenstraße stellte auch Staatsministerin Ilse Aigner in den Mittelpunkt. Man müsse sie über alle Kanäle bewerben und die Orte entlang der Straße sollten den Werbe-Effekt der traumhaften »Ferienstraße par Excellence« nutzen, so die Ministerin. Die Straße sei auch eine Chance für nachhaltigen Tourismus. Man müsse den Leuten mitteilen: »Es lohnt sich, daheim Urlaub zu machen.« Bayern sei mit 100 Millionen Übernachtungen das Tourismusland Nummer eins in Deutschland. Und die Alpenstraße biete dem Gast historische Ortskerne, wunderschöne Seen, kulinarische Genüsse und kulturelle Highlights. Die Ministerin sagte abschließend mit einem Schmunzeln: »Der Weg ist das Ziel.« Annabelle Voss