Da war gar nichts drin

Dennoch zeigten sich die treuen Zuschauer nicht allzu sehr enttäuscht und ließen es sich nach dem Kampf bei der Einladung durch die Ringerabteilung bei feinen Speisen und gut gekühlten Getränken schmecken.

Alexander Petersen (Rotes Trikot) war einer der wenigen Punktesammler im TSV-Team.
Auf verlorenem Posten stand diesmal Wolfgang Heil, der seinem Gegner den Sieg überlassen musste.

Das Ringerdilemma begann schon mit dem ersten Kampf (G 50), als Maximilian Rehlegger gegen Max Strobl nach der ersten Runde führte und die zweite unglücklich abgab. In der dritten Runde geriet Rehlegger in eine so missliche Lage, dass er am Ende die Deckenbeleuchtung sah.

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Hans Wolfgang Preinfalk (F 120) hatte sich viel vorgenommen, fand aber gegen den um fast sieben Kilogramm leichteren Patrick Riedler keine Mittel. So schrieb Preinfalk nicht einen Punkt und Westendorf zog auf 7:0 davon. Chancenlos war auch Sebastian Hillebrand (F 60) gegen Simon Einsle. Konnte Hillebrand in der ersten Runde noch mithalten, so musste er in Runde zwei und drei die technische Überlegenheit seines Gegenübers anerkennen.

Nachdem die Klasse G 96 wie zumeist unbesetzt blieb, suchte Wolfgang Heil (G 66A) sein Glück gegen Tizian Reggel. Doch der um fast sechs Kilogramm leichtere Heil hatte den Aktionen des Westendorfers nichts entgegenzusetzen. Nach klarem Rückstand unterlag Heil entscheidend. 0:19 nach fünf Kämpfen lautete der ernüchternde Zwischenstand.

Als sodann auch noch Andreas Anton Hillebrand (F 84B) gegen Frederik Wunderlich chancenlos in eine Schulterniederlage geriet, schien sich ein Matten-Waterloo anzubahnen. Doch im aus Sicht des TSV Berchtesgaden schönsten Kampf des Abends besiegte Christoph Graßl (F 66B) seinen fassungslosen Gegner Felix Jürgens nach einer 3:0-Führung entscheidend. Jürgens schien untröstlich und lief zunächst einmal gleich aus der Halle. Ganz offensichtlich hatten die Gäste einen zu Null-Kantersieg im Visier.

Diese Marschroute deutete auch der nächste Kampf zwischen Florian Rehlegger (G 84A) und Max Vater an. Rehlegger fand überhaupt keine Mittel gegen seinen Widersacher und musste einen technisch überlegenen Sieg des Gästeringers anerkennen.

Einen ausgezeichneten Kampf zeigte wieder einmal Alexander Petersen (G 74A) gegen Michael Fichtl. Nachdem Petersen noch die erste Runde abgab, erwischte er Fichtl in Runde zwei mit zwei Dreierwertungen. Die Runden drei und vier gestaltete Petersen sicher und ging so als Punktsieger von der Matte.

Zum versöhnlichen Abschluss zeigten Andreas Hillebrand (F 74B) und Matthias Einsle einen sehr abwechslungsreichen Kampf, der zwei Runden lang sehr ausgeglichen war. Erst in der dritten Runde zog der Gästeringer davon und ließ auch in Runde vier nichts mehr anbrennen. So stand es nach einem etwas ungleichen Kampfverlauf 31:8 für die Gäste.

»Das muss ich erst einmal verdauen, da waren ja gleich mehrere unserer Ringer ›kramperlgeschädigt‹«, sinnierte Abteilungsleiter Hans Labacher.

Die weiteren Ergebnisse: TV Geiselhöring - ASV Au/Hallertau 20:19, SV Untergriesbach II - SC Anger II 3:34, SV Wacker Burghausen II - TSV St. Wolfgang 26:14. cw