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Dämpfer für Olympia-Helden: Nur Plätze fünf und sechs

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Bernhard Gruber
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Im Team erfolgreich: Der Österreicher Bernhard Gruber. Foto: Claudio Onorati/ANSA Foto: dpa

In Pyeongchang profitierten die deutschen Kombinierer von guten Windbedingungen. Beim Teamsprint in Lahti war das Glück anderen hold. Von einem Spannungsabfall war im deutschen Team aber nichts zu spüren.


Lahti (dpa) - Die Olympia-Helden von Pyeongchang haben im Weltcup-Alltag einen Dämpfer bekommen.

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Im ersten Wettbewerb der Nordischen Kombinierer nach den Spielen gab es im finnischen Lahti für die Olympiasieger Johannes Rydzek und Fabian Rießle sowie Eric Frenzel und Vinzenz Geiger nur die Plätze fünf und sechs im Teamsprint.

Grund war ein Einbruch auf der Schanze bei Frenzel und Rießle, die bei plötzlich eintretenden chaotischen Windverhältnissen abstürzten und ihren Teams nahezu uneinholbare Rückstände mit auf die 2x7,5 Kilometer gaben. Mit den österreichischen Oldies Wilhelm Denifl und Bernhard Gruber gab es Überraschungssieger, zumal sie sich im Spurt gegen die höher eingeschätzten Norweger Jan Schmid und Jörgen Graabak durchsetzten.

«Die Jungs sind noch nicht satt. Sie wollten durchaus besser abschneiden. Aber wir haben diesmal zuviel auf der Schanze liegen lassen», resümierte Bundestrainer Hermann Weinbuch. Bei zunächst idealen Bedingungen hatte Doppelolympiasieger Rydzek mit 130,5 Metern den weitesten Satz des Tages gestanden. Auch Geiger war mit seinem Sprung auf Platz acht zufrieden.

Doch dann drehte der Wind. Frenzel wurde bei ungünstigen Bedingungen abgelassen, bekam keine Windunterstützung und landete bei nur 110 Metern. Ähnlich erging es Rießle. «In Pyeongchang hatten wir im Vergleich zu einigen Mitfavoriten das Windglück auf unserer Seite, diesmal eben nicht», sagte Weinbuch.

Im Lauf versuchte das Duo Rydzek/Rießle, den Rückstand von 1:08 Minuten so schnell wie möglich aufzuholen. «Aber es war enorm schwer, zumal wir allein laufen mussten, während die vorn zu viert unterwegs waren. Da konnten sie sich in der Führung abwechseln und im Windschatten immer wieder Kräfte sparen», berichtete Rydzek in der ARD-Übertragung.

Weinbuch bestätigte das. «Deswegen hatten wir keine Chance, obwohl es zunächst ganz gut aussah. Das wichtigste war, dass sie es versucht haben. Es war kein Spannungsabfall nach den Olympia-Erfolgen zu spüren», sagte Weinbuch. Nachdem die Aussichtslosigkeit, die Lücke zu schließen, offensichtlich war, verordnete er beiden Teams auf den letzten beiden Runden etwas Zurückhaltung, um Kräfte für den Einzel-Wettbewerb zu sparen.

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