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Daimler: F1-Ausstieg wegen Ecclestone-Affäre möglich

New York (dpa) - In der Bestechungsaffäre um Chefvermarkter Bernie Ecclestone würde Mercedes im äußersten Fall aus der Formel 1 aussteigen.

Daimler-Vorstand
Christine Hohmann-Dennhardt bestätigte das Kündigungsrecht für Mercedes. Foto: Bernd Weißbrod Foto: dpa

Entsprechende Rechte habe sich Daimler bei den letzten Verhandlungen um den Formel-1-Grundlagenvertrag zusichern lassen, bestätigte Konzern-Vorstand Christine Hohmann-Dennhardt bei einer Medienrunde in New York. «Das geht bis zum Kündigungsrecht», sagte die beim Unternehmen für Integrität und Recht zuständige ehemalige Bundesverfassungsrichterin und fügte hinzu: «Die Vertragsklauseln würden wir auch nutzen, wenn es nötig ist.»

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Formel-1-Geschäftsführer Ecclestone wird vorgeworfen, dem früheren BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky 2006 beim Verkauf der Anteile an der Motorsport-Königsklasse an die Bank rund 44 Millionen US-Dollar Schmiergeld gezahlt zu haben. Die Münchner Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen wegen des Verdachts auf Bestechung gegen den 82 Jahre alten Briten inzwischen abgeschlossen. Ob es zu einer Anklage kommt, ist noch offen.

Gribkowsky war vom Landgericht München wegen Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die Affäre wirft seit Monaten ein schlechtes Licht auf die Formel 1.

Porträt Hohmann-Dennhardt