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Dank Welbeck: England lässt WM-Frust hinter sich

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Danny Welbeck (9) erzielte beide Tore für England beim 2:0 gegen die Scheiz. Foto: Peter Klaunzer Foto: dpa

Basel (dpa) - Als Roy Hodgson nach Englands kläglichem WM-Aus immer wieder von einer «bright future» sprach, wurde er belächelt. Doch mit dem 2:0 zum Auftakt der EM-Qualifikation in der Schweiz haben die Engländer zumindest angedeutet, dass es tatsächlich wieder eine glänzende Zukunft geben könnte.


«Es war ein bisschen kühn von uns, aber wir sind mit der Einstellung hier hingekommen, dass wir nicht bloß einen Punkt holen wollten», sagte Hodgson nach der Partie zufrieden.

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Stolz war der England-Coach vor allem auf Stürmer Danny Welbeck. Der neue Teamkollege von Per Mertesacker, Mesut Özil und Lukas Podolski beim FC Arsenal erzielte in Basel beide Treffer (58. Minute, 90.+4) und stellte die Schweizer beim Debüt von Ottmar Hitzfelds Nachfolger Vladimir Petkovic mit seiner Schnelligkeit immer wieder vor schier unlösbare Probleme. «Diesen Start haben wir gebraucht», sagte Welbeck, «die Qualifikation mit einem Sieg zu beginnen, ist sehr, sehr wichtig.»

Neben Welbeck, erst vor kurzem für rund 26 Millionen Euro von Manchester United zum FC Arsenal transferiert, stachen bei den Engländern noch Liverpools Raheem Sterling und der nach dem Rücktritt von Steven Gerrard zum Kapitän beförderten Wayne Rooney heraus. «Wayne hat gezeigt, wie sehr er diese neue Rolle ausfüllen will», lobte Hodgson den in der Heimat so oft kritisierten ManUnited-Stürmer.

Zusammen mit den beiden wieselflinken Welbeck und Sterling bildete Rooney eine besonders nach dem Führungstreffer brandgefährliche Offensive. «Das war eine richtig gute Vorstellung von uns», sagte Rooney.

«Ich habe nie das Vertrauen in mein Team verloren», ergänzte Hodgson. Dass die Engländer bei der WM ohne Sieg und mit nur einem mickrigen Pünktchen bereits nach der Vorrunde die Heimreise antreten mussten, hatte Hodgson in seiner Zuversicht nicht gestoppt. «Sicherlich gibt es noch einige Punkte, an denen wir arbeiten müssen, aber wir haben auch noch einige Jahre, in denen wir das tun können.» In der Schweiz schickte der 67-Jährige ein Team auf den Rasen, das im Schnitt jünger als 25 Jahre alt war.

Für die Schweizer war die Heimpleite dagegen ein herber Rückschlag. Bei der WM am Zuckerhut erst unglücklich im Achtelfinale am späteren Vize-Weltmeister Argentinien gescheitert, wollten die Eidgenossen in der Nach-Hitzfeld-Ära sofort Kurs auf die EM im Nachbarland Frankreich nehmen. Doch besonders im Abschluss agierten die Schweizer zu harmlos. «Uns hat in einigen Situationen etwas die Ruhe gefehlt», sagte Petkovic. «Aber das ist kein Untergang, wir müssen nur weiter hart arbeiten.» Dass sich Geduld und Zuversicht auszahlen können, konnte Petkovic bei seinem Kollegen Hodgson sehen.

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