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Darts-WM: Traumfinale van Gerwen gegen Taylor rückt näher

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Phil Taylor
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Im Viertelfinale besiegt der Engländer Phil Taylor (l) seinen Mitfavoriten Gary Anderson aus Schottland. Foto: Adam Davy Foto: dpa
Michael van Gerwen
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Auch der Niederländer Michael van Gerwen hat es ins Halbfinale geschafft. Foto: John Walton Foto: dpa
Jamie Lewis
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Der Waliser Jamie Lewis hat seinem Gegner im Viertelfinale keine Chance gelassen. Foto: John Walton Foto: dpa

Der Weltranglistenerste und der Rekord-Weltmeister: Die Darts-WM steuert auf ein Traumfinale zwischen van Gerwen und Taylor zu. Beide müssen nur noch ihre Pflichtaufgabe im Halbfinale lösen, bevor es zum ultimativen Treffen an Neujahr kommen könnte.


London (dpa) - Phil Taylor stand schwitzend auf der Bühne und herzte seinen unterlegenen Rivalen. Nach dem Sieg über Doppel-Weltmeister Gary Anderson war der 57-jährige Rekord-Champion einfach nur erleichtert.

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«Mir geht es gut. Ich habe gekämpft, mein Energie-Level ist runtergegangen», sagte «The Power» nach dem hart umkämpften 5:3 gegen den Schotten. Es fehlte nicht viel - und die einzigartige Karriere Taylors wäre bereits an diesem späten Freitagabend beendet worden. Doch nach seinem schweren Sieg ist es nun doch nur noch ein Schritt bis zu einem möglichen Traumfinale gegen den niederländischen Weltranglistenersten Michael van Gerwen an Neujahr.

«Es ist fantastisch, wenn die Fans meinen Namen grölen. Ich kenne es seit 30 Jahren und ich liebe es. Mir geht's wirklich gut, macht euch keine Sorgen», rief Taylor dem Publikum zu, seine Emotionen konnte er in diesem Moment nicht verbergen. Der erfolgreichste Darts-Spieler wird nach der WM abtreten - und die Chance, dass er das mit seinem 17. Titel als Weltmeister tut, steigt von Spiel zu Spiel.

Die nächste Herausforderung wartet bereits am heutigen Samstagabend auf Taylor. Er bekommt es im Halbfinale mit Überraschungsmann Jamie Lewis zu tun. Der Waliser hatte den Weltranglistenzweiten Peter Wright aus Schottland geschlagen und gewann auch sein Viertelfinale gegen den Engländer Darren Webster (5:0) fast mühelos. «Er ist ein feiner Kerl, ein ganz leiser Kerl», sagte Taylor über seinen 26-jährigen Kollegen, der nicht halb so alt ist wie er.

Um ein Haar aus dem Turnier geflogen wäre dagegen Topfavorit van Gerwen, der seinen Landsmann Raymond van Barneveld mit 5:4 besiegte und dabei mehrere kritische Momente überstehen musste. «Es hat mich viel Energie gekostet, dieses Match. Ich bin ein glücklicher Mann jetzt. Vor allem am Anfang war es schwierig, da haben wir beide richtigen Käse gespielt», befand van Gerwen, der sich schon beim 4:2 gegen Gerwyn Price im Achtelfinale ungewöhnlich schwer getan hatte.

Auf «MvG», wie van Gerwen genannt wird, wartet nun im Halbfinale der englische Geheimfavorit Rob Cross, der mit 5:4 den Belgier Dimitri van den Bergh besiegte. Van Gerwen und sein langjähriger Rivale Taylor hatten im Laufe der vergangenen Wochen immer wieder gegeneinander gestichelt. Nun könnte es an Neujahr auf der größten denkbaren Bühne tatsächlich zum Showdown zwischen dem Weltranglistenersten und dem Rekord-Champion kommen.