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Das 110-jährige Bestehen ganz bescheiden gefeiert

Bergen. Sein 110-jähriges Bestehen feierte der Gartenbauverein Bergen ganz bescheiden im Rahmen der Jahreshauptversammlung mit je einem Glas Sekt pro Besucher.

Ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk hatte sich der Verein schon im vergangenen Jahr selbst gemacht: eine neue Mostanlage. In ihrem Jahresrückblick zeigte die Vorsitzende Eva Schweiger Fotos der halbautomatischen Abfüll- und Erhitzungsanlage. Auch deshalb waren die Ausgaben 2012 mehr als doppelt so hoch wie die Einnahmen. Aber der Verein kann es sich leisten – die Kasse ist auch weiterhin gut gefüllt. Zudem übergaben die Freien Wähler noch eine zusätzliche Spende.

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Bürgermeister Bernd Gietl gratulierte den Mitgliedern und bedankte sich für die Arbeit der Gartler in der Gemeinde. Die Mosterei sei mehr als beliebt und schon ein richtiger Treffpunkt für die Bergener. Für den Adventsmarkt brauche es keine Werbung mehr, und dass es im Kurpark so schön sei, auch das sei der Verdienst des Gartenbauvereins.

Mitglieder pflanzten Setzlinge an der Schule

Die Arbeit über das Jahr hinweg hatte Eva Schweiger in Fotos dokumentiert, die den Frühling schon mal in die Festhalle brachten: die Gartler beim Baumschneiden, Weidenflechten und beim Kranzbinden im Kindergarten. Die Frauen fertigten 2012 auch Blumenschmuck für die Feuerwehr und pflanzten Setzlinge an der Schule. Den Erlös für verkaufte Adventskränze hatte der Verein an soziale Einrichtungen in Bergen gespendet.

Fotos vom Kurpark über die Jahreszeiten hinweg zeigten bunte Blumenmeere. »Einfach mal reinsetzen und durchschnaufen«, empfahl Schweiger und lud jeden, der Lust hat – vielleicht weil er selbst keinen Garten hat – zum Mitgärtnern ein. Dass es im Dorf Gärtnerpotenzial gibt, bewiesen Bilder einiger Vorgärten. Es lohne sich, durchs Dorf zu spazieren und über die Zäune zu schauen, so Schweiger.

Kreisfachberater Markus Putzhammer aus dem Berchtesgadener Land gab dann Tipps zum Start ins Gartenjahr: vom A und O des Mäusefanges über Frühlingsblumen bis zum Mauerbau reichten seine Tipps. So riet er zum Beispiel, die Frühjahrsblüher nicht umzumähen, im Garten das Wasser für die Bienen nicht zu vergessen, Topfpflanzen mit Rapsöl zu spritzen und Läuse an Rosen am besten gar nicht zu beachten.

Tipps zum Start ins Gartenjahr

Wer Kletterrosen zurückschneidet, darf übrigens erst im zweiten Jahr wieder mit Blütenpracht rechnen. Und generell solle der Gärtner beim Pflanzen den Hintergrund beachten: bunte, helle Tulpen vor einem dunklen Zaun oder bunte Geranien zwischen Weißen. Dann leuchten die Farben. naw