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»Das Amt begeistert mich noch immer«

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Herbert Häusl

Waging am See. Herbert Häusl ist seit 2008 Bürgermeister in Waging am See – und würde es auch gerne bleiben. Der 59-Jährige tritt als Kandidat der Freien Wähler an. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne.


Warum wollen Sie erneut Bürgermeister werden?

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Das Amt des Bürgermeisters begeistert mich noch immer. Man hat gemeinsam mit dem Gemeinderat und allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, das Leben vor Ort zu gestalten. Wir haben uns in unserer Marktgemeinde in den verschiedensten Bereichen gerade in den letzten Jahren sehr positiv weiterentwickelt. Zu nennen wäre der gesamte Sozialbereich: Kinderkrippen/Kindergärten, Schulen mit Mittagsbetreuung und Ganztagesschule, der Energiesektor in Bezug auf Einsparung und regenerative Energien, der Tourismus und ganz wichtig der Erhalt unserer Umwelt, insbesondere die Seenreinhaltung. Jetzt gilt es, diese positiven Entwicklungen, fortzuführen.

Welches Problem wollen Sie in der Gemeinde als erstes angehen, wenn Sie Bürgermeister bleiben?

Die größtmögliche Rückhaltung von Phosphat aus unserem See ist eine große gesellschaftliche Aufgabe, die wir nur gemeinsam lösen können. Die wesentlichsten Grundlagen für eine deutliche Verbesserung sind aufgezeigt, jetzt gilt es, sie umzusetzen. Ich weiß, dass dies ein lang anhaltender Prozess ist, aber die eingeschlagene Richtung stimmt.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Gemeinde?

Wir sind eine sehr aufgeschlossene und lebendige Gemeinde. Unsere Bürgerinnen und Bürger beteiligen sich gerne aktiv bei wichtigen Vorhaben, aber auch den vielen Veranstaltungen das ganze Jahr über. So ergibt sich ein großes Mit- und Füreinander. Wir sind eine sozial eingestellte Gemeinde und das spürt man im täglichen Umgang. Gerade auch die große Vereinswelt mit über 70 Vereinen trägt dazu bei. Dass unsere Heimatgemeinde landschaftlich besonders reizvoll ist, belegen schon rund 400 000 Übernachtungen pro Jahr. Waging am See ist ein guter Einkaufsort, man muss keine weiten Wege zurücklegen.

Wie würde Sie ein sehr guter Freund beschreiben?

Ich denke, ich bin ein überlegter, aber auch ein humorvoller Mensch. Wenn ich von etwas überzeugt bin und auf Richtigkeit überprüft habe, lasse ich mich von der Umsetzung kaum abbringen. Ich versuche dabei, zu überzeugen, zwinge aber niemanden, meine Meinung auf.

Welche starken Eigenschaften haben Sie? Wo liegen Ihre Schwächen?

Stärken: Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Durchhaltevermögen.

Schwächen: Ich kann leider auf ein gutes Essen schlecht verzichten.

Wird in der Gemeinde genug getan, um die Wasserqualität des Sees zu verbessern? Was wollen Sie ganz konkret unternehmen?

Ja. Wir haben durch den Bau des Ringkanals und der Zentralkläranlage die Wasserqualität schon erheblich verbessert. Im September 2010 ist es gelungen, alle Seenanliegergemeinden zu einem »kommunalen Seenbündnis » zu vereinen. Seit dieser Zeit ist, insbesondere in oft schwierigen Verhandlungen mit dem Landwirtschaftsministerium, sehr viel erreicht worden. Die Gewässerzulaufkartierung ist abgeschlossen, Drainagesysteme werden geschlossen. Der Gewässerentwicklungsplan wird mit hohem Mitteleinsatz mit Verbesserungsmaßnahmen vorangetrieben. In diesem Jahr stehen in allen Seeanliegergemeinden bauliche Maßnahmen an. Ich werbe für Güllegemeinschaften und bodennahe Gülleausbringung.