Das bringt der Tag bei der Tour de France

Tadej Pogacar
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Fährt in Gelb auf den  Mont Ventoux: Tadej Pogacar. Foto: David Stockman/BELGA/dpa Foto: dpa

Die Sprinter müssen sich quälen, die Klassementfahrer dürfen glänzen: Auf dem Weg Richtung Pyrenäen muss bei der Tour de France am Mittwoch zweimal der Mont Ventoux überquert werden.


Malaucène (dpa) - Das wird eine richtige Radsport-Qual. Zweimal über den legendären Mont Ventoux und davor noch einen weiteren Bergriesen überwinden.

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Auf der 11. Etappe der Tour de France werden Gelb-Träger Tadej Pogacar und Co. mächtig geprüft. Gibt es eine weitere Klettershow des Titelverteidigers im Gelben Trikot? Oder kann ihn die Konkurrenz diesmal fordern? »Das wird einer der härtesten Tage«, prognostizierte Pogacar.

STRECKE: Auf den 198,9 Kilometern von Sorgues nach Malaucène sind nacheinander der Col de la Liguière und im Anschluss gleich zweimal der Mont Ventoux zu überwinden. Der kahle Riese der Provence, der einer trostlosen Mondlandschaft gleicht, ist erst über 22 Kilometer mit einer durchschnittlichen Steigung von fünf Prozent zu überwinden. Nach einer rasenden Abfahrt geht es später noch einmal knapp 16 Kilometer mit einer Steigung von 8,8 Prozent hinauf. Eine rasante Abfahrt führt im Anschluss ins Ziel nach Malaucène.

FAVORITEN: Ausreißer könnten angesichts des Etappenprofils die Chance auf einen Tagessieg wittern. Bei den Favoriten auf den Gesamtsieg führt der Weg wieder einmal nur über Pogacar. Der Topfavorit zeigte in den Alpen bereits seine Stärken, Rivalen wie Primoz Roglic (ausgestiegen) und Geraint Thomas (nun als Helfer) haben mit dem Ausgang des Rennens nichts mehr zu tun. Spannend wird sein, ob ihn das langjährige Sieger-Team Ineos auf den beiden Anstiegen zum Ventoux ernsthaft attackieren kann.

GELBES TRIKOT: Pogacar hat über zwei Minuten Vorsprung und kontrolliert das Rennen bisher mit außerordentlich großer Dominanz und Souveränität. Spannender dürfte sein, was sich dahinter tut. Alpen-Tagessieger Ben O'Connor hat sich auf Platz zwei festgesetzt, muss nun aber sein Polster gegen Rivalen wie Rigoberto Uran oder Richard Carapaz verteidigen.

DEUTSCHE: Ist die Zeit schon reif für eine Attacke von Emanuel  Buchmann? Der frühere Tour-Vierte aus Ravensburg erlebte ein schweres Wochenende in den Alpen und ist im Gesamtklassement schon weit abgehängt. Das bietet aber zusätzliche Möglichkeiten, auf einen Tagessieg zu gehen.

© dpa-infocom, dpa:210706-99-282450/3

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