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Das Chieminger Rathaus wird saniert

Chieming. Der Gemeinderat beschloss am Dienstagabend für die Sanierung des Rathauses und einen Neubau des Nebengebäudes. Im Nebengebäude ist das Bauamt untergebracht. Architektin Ulrike Heidi Oel aus Tittmoning erläutert, dass ein Neubau einschließlich Nebengebäude 4,285 Millionen Euro kosten würde, eine Sanierung des Rathauses mit Neubau des Nebengebäudes dagegen nur 2,885 Millionen.

Die Architektin berichtete, dass das Rathaus, obwohl es bereits in den 60er Jahren gebaut wurde, hinsichtlich der Statik in einem guten Zustand sei. Eine Modernisierung und Generalüberholung nach den neuesten Erkenntnissen seien aber nötig, um das Haus energetisch auf den neuesten Stand zu bringen. Alte Leitungen müssten erneuert und die nicht vorhandene Barrierefreiheit geschaffen werden. Die Kellerräume seien feucht, das Dach ist nicht gedämmt und außerdem schadhaft. Die Büros der Kämmerei und der Kasse sowie das Vorzimmer des Bürgermeisters seien zu klein, der Flur im Rathaus sei finster und diene vorwiegend als Abstellraum.

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Bürgermeister Benno Graf sagte, heuer solle die Planung erfolgen, 2014 sei dann der Abriss des Nebengebäudes mit anschließendem Neubau geplant. Danach solle das Rathaus saniert werden. Bis spätestens Ende 2015 soll alles fertig sein.

Heizungsplaner Anton Stadler aus Traunstein stellte mögliche Heizungssysteme für das Rathaus mit Nebengebäude vor. Er sprach sich für eine Pelletsanlage oder eine Wärmepumpenheizung aus. Nach seinen Ausführungen würde eine Pelletsanlage etwa 184 000 Euro, eine Wärmepumpenheizung 245 000 Euro kosten. Die jährlichen Betriebskosten, so sagte er, wären bei beiden Heizungssystemen etwa gleich.

Eine neue Heizungsanlage sei dringend notwendig, da die derzeitige Heizung aus dem Jahr 1983 ist und somit die Nutzungsdauer bereits deutlich überschritten sei. Der Wirkungsgrad ist dementsprechend bescheiden. Die vorhandenen Umwälzpumpen seien veraltert, die Wasserleitungen nicht isoliert. Er empfahl dem Gemeinderat deshalb eine komplette Erneuerung des Heizungssystems.

In der Sitzung beauftragte der Gemeinderat den Bürgermeister, eine Zweckvereinbarung zur Betriebsführung der Wasserversorgungsanlage der Gemeinde durch die Harter Gruppe zu treffen. Einvernehmlich sprach sich der Gemeinderat auch für die Erhöhung der Gebühren für den Besuch der Sing- und Musikschule Traunwalchen aus. Der durchschnittliche Anstieg beträgt 2.35 Prozent.

Mehrheitlich wurde auch der zehnten Fortschreibung des Regionalplans für den Bereich Südostbayern, Teilabschnitt Windenergie, zugestimmt. Der Bürgermeister sagte, die Stellungnahme der Gemeinde Chieming fand beim Anhörungsverfahren die volle Zustimmung. OH