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Das etwas andere Lehrerkonzert

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Hinter jeder Türe der fein renovierten Traunsteiner Musikschule, wartete auf die zahlreich erschienenen Zuhörer ein anderer musikalischer Genuss. Dass Motto der Veranstaltung, »Das etwas andere Lehrerkonzert«, war in seiner Ausführung äußerst vergnüglich gestaltet. Nach der beschwingten Einstimmung des frisch gegründeten Salonorchesters mit dem Walzer »Sieben Berge, sieben Täler« wurden das Publikum in vier Gruppen aufgeteilt, und man rotierte fortan mit Hilfe eines Führers im Laufe des Abends von Konzert zu Konzert, um den verschiedenen Ensembles jeweils etwa 20 Minuten zu zuhören. Die Musiker, die in einer Art Endlosschleife ihr Programm für die immer wieder neu eintreffenden Gruppierungen zum Besten gaben, hatten offensichtlich genauso viel Spaß dabei wie ihr Publikum, zu dem auch etliche Kinder gehörten.


Die musikalische Wanderung von Tür zu Tür durch das schöne Gebäude der Schule war auch eine Wanderung durch die verschieden Musikstile. Zu hören bekam man dann, je nach Station, entweder Volksmusik, feinste Kammermusik und Gesang, solistische Kostbarkeiten oder eine ordentlich swingende und groovende Lehrerband, die in der Aula der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule aufspielte.

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Die Idee zu diesem besonderen Abend hatte die Klavierlehrerin Maria Bittel. Inspiriert von den Tegernseer Schlossfestspielen, hat sie das bewegungsfreudige Konzert-Konzept für Traunstein organisiert und fabelhaft umgesetzt. Dass diese doch recht ungewöhnliche Art eines Konzertbesuches beim Publikum gut angekommen ist, zeigten die vielen fröhlichen Gesichter; alles war sehr entspannt, aber bei den Konzerten herrschte trotz all der Umtriebigkeit, konzentrierte Stille.

Es gab wirklich nichts zu bemängeln, außer vielleicht, dass man beim nächsten Mal das Licht im Publikumsbereich etwas herunter dimmen könnte, um ein noch entspannteres Zuhören zu ermöglichen. Manch einer hat sich vielleicht über den relativ hohen Eintrittspreis der Veranstaltung gewundert, auch wenn die Veranstaltung jeden Euro wert war. Der Grund hierfür: Die gesamten Einnahmen des Konzerts gehen an den Förderverein der Musikschule, der mit einer guten finanziellen Ausstattung seine Aufgaben besser erfüllen kann. Barbara Heigl