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»Das Immunsystem stärken« – Interview: Wie kann ich mich in der Corona-Krise schützen?

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Corona-Krise: Schutz vor dem Virus – "Das Immunsystem stärken" – Interview
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Thomas Mooser gibt sein Wissen auch als Coach des Integrations-Fußballteams »BGL International« in Freilassing weiter. Mit seinen Spielern erarbeitet er nachhaltiges Bewusstsein um das Immunsystem zu stärken. (Fotos: Hans-Joachim Bittner)

Berchtesgadener Land – Die Corona-Krise verunsichert die Menschen. Während die Politik vor allem versucht, die Wirtschaft zu stützen, erklärt Diplom-Sportwissenschaftler und Ernährungscoach Thomas Mooser aus Saaldorf, wie sich die Bürger um ein intaktes Immunsystem bemühen können.


Herr Mooser, was vermissen Sie im Zusammenhang mit dem Corona-Virus und dessen Behandlung von Politikern beziehungsweise der Darstellung in den Medien?

Thomas Mooser: Es werden alle Hebel in Bewegung gesetzt und dabei extrem viel Geld in die Hand genommen. Das sind nötige, aber halt äußerliche Vorkehrungen. Echte Gedanken darüber, was jetzt jeder ganz einfach für sich selbst tun kann, gibt es kaum.

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Was meinen Sie damit?

Mooser: Es geht um die ganz eigenen Vorbereitungen, die jeder einzelne treffen kann, um sein Immunsystem zu stärken. Schließlich ist die Wahrscheinlichkeit, sich den Corona-Virus einzufangen, relativ hoch. Das Selbstvertrauen in die eigene Gesundheit kann jedoch schon mit einfachen Maßnahmen enorm gestärkt werden. Das ist zwar keine Garantie, generiert aber die Chance, der Krankheit wesentlich selbstbewusster entgegenzutreten.

Konkret?

Mooser: Grundsätzlich wird viel zu wenig getrunken – und wenn, oft das Falsche. Das Wichtigste für die Gesundheit ist zunächst einmal schlicht und einfach, ausreichend Wasser zu trinken. Es sollte wirklich jeder darauf achten, hier keine Defizite aufzubauen. Das ist so simpel, einfacher geht es im Grunde nicht. Wasser ist ein Transporter, ohne den viele nötige Prozesse im Körper nicht vernünftig ablaufen können.

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Thomas Mooser.

Gibt es Ihrerseits eine Empfehlung der Wassermenge pro Tag?

Mooser: Grundsätzlich würde ich überhaupt erst einmal damit anfangen, morgens zuallererst ein bis zwei Gläser sehr warmes Wasser zur inneren Körperreinigung zu trinken. Und dann über den Tag verteilt immer Wasser griffbereit zu haben und auch zu trinken. Für den Leistungssportler ist »viel trinken« das A und O. Er braucht das, um leistungsfähiger zu sein. Dabei geht es nicht nur um Flüssigkeit, sondern wirklich um Wasser. An einer bestimmten Menge würde ich das nicht festmachen wollen. Das muss jeder individuell selbst spüren, wie viel ihm guttut. Man sollte es natürlich nicht runterpressen, also erzwingen müssen. Ein »zu viel« kann es jedoch kaum geben, schädlicher ist sicher ein »zu wenig«.

Welche Art Wasser sollte es sein?

Mooser: Auf jeden Fall ohne Kohlensäure, sie ist nicht förderlich. Das heimische Leitungswasser ist aus meiner Sicht bestens geeignet. Generell ist aber einfach wichtig, keine Lücke entstehen zu lassen, in der möglicherweise über mehrere Stunden nichts getrunken wird. Wasser entsäuert den Körper und hilft bei so vielem – auf jeden Fall, das eigene Immunsystem zu entlasten und zu stärken. Vor allem für ältere Menschen ist dieser Aspekt von größter Bedeutung.

Es geht also vor allem um die eigene Disziplin.

Mooser: Auf jeden Fall. Sie ist sogar entscheidend. Verzicht ist dabei ebenfalls wichtig, um stabil zu sein und starke Abwehrkräfte zu entwickeln.

Das vollständige Interview und was Thomas Mooser sonst noch empfiehlt, lesen Sie in der Donnerstagsausgabe (26. März) des Berchtesgadener Anzeigers.

Hans-Joachim Bittner