weather-image

Das leistete der Bezirk Oberbayern für den Kreis Traunstein

0.0
0.0
Geldscheine
Bildtext einblenden
Euro-Banknoten liegen übereinander. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv Foto: dpa

Landkreis Traunstein – Deutlich mehr Gelder zurückbekommen als abgeführt hat der Landkreis von der oberbayerischen Regierung. Und die Aufgaben des Bezirks werden sich noch verstärken.


»Schon der Blick auf die Zahlungsströme zwischen Bezirk und den Landkreisen sowie kreisfreien Städten verdeutlicht die großen fachspezifischen Aufgaben des Bezirks Oberbayern, die sich für die Zukunft noch verstärken werden«, so Bezirksrätin Annemarie Funke. Allein die Entwicklung für den Landkreis Traunstein unterstreiche den steigenden Bedarf und die Aufgabenvielfalt, vor allem bei den sozialen Hilfeleistungen. Konkret geht es darum, wie sich die Zahlungsströme an die Einrichtungen, Dienste und für delegierte Aufgaben für den Landkreis Traunstein darstellen und was als Bezirksumlage seitens des Landkreises Traunstein dem Bezirk zugute kommt, betonte die Bezirksrätin.

Anzeige

Der Landkreis Traunstein hat im vergangenen Jahr 38,5 Millionen Euro an Bezirksumlage bei einem Hebesatz von 19,5 Prozent an den Bezirk Oberbayern überwiesen. Im Jahr 2016 waren es 35,9 Millionen Euro und im Jahr 2015 nur 33,1 Millionen Euro.

Zurückgeflossen sind in den Landkreis Traunstein im Jahr 2017 für Leistungen der Hilfe zur Pflege 7,4 Millionen Euro, für Eingliederungshilfeleistungen (Hilfen für Menschen mit Behinderung) 41,4 Millionen Euro, für delegierte Aufgaben 553 000 Euro und die Förderung der Wohlfahrtspflege 3,2 Millionen Euro. Dies sind weitaus mehr, als an Bezirksumlage seitens des Landkreises Traunstein dem Bezirk überwiesen worden ist. Auch wenn die Bezirksumlage für den Landkreis Traunstein jährlich gestiegen ist, haben sich auch die Rückflüsse in den Landkreis Traunstein erhöht; gegenüber 2016 sind in 2017 zwei Millionen Euro mehr zurückgeflossen und im Vergleich zu 2015 sind es sogar fünf Millionen Euro mehr.

Volkswirtschaftlich gesehen ist dies für den Landkreis Traunstein ein wichtiger Faktor, zumal auch insgesamt die Umlagekraft ein entsprechender Indikator für die positive Entwicklung einer Region ist, was auch für den Landkreis Traunstein in besonderer Weise gilt, so Funke.

Allein im Landkreis Traunstein waren es 2017 im Bereich der Hilfe zur Pflege 818 Leistungsempfänger, bei den Hilfen für behinderte Menschen 2003 Leistungsempfänger und Einrichtungen, die im Rahmen der Förderung der freien Wohlfahrtspflege zur ambulant-komplementären Versorgung ihren Beitrag geleistet haben, 21. Somit sind insgesamt für das vergangene Jahr 14,1 Millionen Euro mehr bei der Aufgabenbewältigung des Bezirks als überörtlicher Sozialhilfeträger in den Landkreis Traunstein zurückgeflossen als Bezirksumlage geleistet worden ist.

Darüber hinaus leistet der Bezirk unter anderem auch bei den sog. freiwilligen Pflichtaufgaben Zuschüsse im Bereich der Kultur-, Denkmal- und Heimatpflege, die für 2017 im Landkreis Traunstein bei circa 250 000 Euro gelegen haben. Groß ist das Engagement des Bezirks auch für das Kultur- und Bildungszentrum Kloster Seeon, das heuer seit nun 25 Jahren in der jetzigen Form betrieben wird, nachdem es 1986 vom Bezirk angekauft und anschließend aufwändig saniert worden ist. Erneut investiert der Bezirk nun in ein weiteres Zukunftskonzept Kloster Seeon, das den Herausforderungen der kommenden Jahre Rechnung tragen soll und ein besonderes »Schmuckstück« für unsere Region darstellt«, so Funke. fb