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Feierliche Übergabe auf dem Stadtplatz in Tittmoning – Aufruf zum Engagement für Asylbewerber

Das Licht aus Bethlehem für Frieden und Menschlichkeit

Tittmoning – Das Friedenslicht aus Bethlehem ist im Landkreis Traunstein angekommen. Mehrere Hundert Feuerwehrler, hauptsächlich aus den Jugendfeuerwehren, nahmen die in Bethlehem entzündete Flamme in Empfang, um sie als Lichtboten in ihre Heimatgemeinden zu bringen. Im Rahmen der Feier am Stadtplatz beschenkten oberösterreichische Feuerwehrler die Jugendfeuerwehrler aus dem Landkreis Traunstein mit dem Friedenslicht, das in der Geburtsgrotte Jesu entzündet wurde.

Das Friedenslicht, eine Kerzenflamme, die in Bethlehem entzündet wurde und Symbol des Weihnachtsfriedens ist, wurde bei der Feier auf dem Tittmoninger Stadtplatz von Kerze zu Kerze und von Mensch zu Mensch weitergegeben. (Fotos: Volk)

Bürgermeister Konrad Schupfner sagte, zu keiner Jahreszeit hätten die Menschen mehr Sehnsucht nach Frieden, als zu Weihnachten. »Es gibt kein besseres Zeichen für den Frieden als das Licht aus Bethlehem«, so Schupfner. Es breitet sich alljährlich in einer Stafette von Israel in die ganze Welt aus. Die Flamme aus der Geburtsstadt Jesu möge Zeichen und Botschaft für all die vielen Ehrenamtlichen sein und deutlich machen, wie unverzichtbar ihr Idealismus und Engagement für Flüchtlinge und Asylbewerber ist.

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Kreisbrandrat Hans Gnadl wünschte, dass das Friedenslicht beitrage, die Herzen der Menschen zu öffnen. »In einer Zeit, in der es auf der ganzen Welt unruhig ist, viele Menschen auf der Flucht sind, eine Herberge und ein sicheres Zuhause suchen, sollten die Menschen auch ihre Türen öffnen und Flüchtlingen und Asylbewerbern die Hand reichen.« Die Weitergabe des Friedenslichts von Oberösterreich nach Bayern sei ein Zeichen der Verbundenheit der Feuerwehren dies und jenseits der Salzach, betonte Stephan Hellmuth, Fachkreisbrandmeister für die Jugendarbeit im Landkreis Traunstein. Entstanden im Jahr 1973 durch die Aktion »Licht ins Dunkel« des österreichischen Rundfunks sei die Friedensflamme aus Bethlehem auch ein Symbol für die Freude am Schenken geworden.

Bezirksfeuerwehrkommandant Josef Kaiser aus dem Bezirk Braunau berichtete, dass die Friedensflamme vor wenigen Wochen vom neunjährigen Tizian Ronacher, dem Friedenslichtkind, in jener Grotte entzündet wurde, die der Überlieferung nach der Geburtsort Jesu Christi ist. Begleitet von seiner Mutter Gudrun und rund 100 Pilgern durfte er das Weihnachtssymbol persönlich abholen und in seine Heimatstadt Linz bringen (wir berichteten).

Seit dem Entzünden in Bethlehem sei die Flamme unauslöschlich und ein starkes Zeichen, dass sich der Friede von Mensch zu Mensch verbreiten könne. Zwei Mädchen und zwei Buben aus Oberösterreich trugen ein Gedicht über das Friedenslicht vor und gaben es daraufhin, von Kerze zu Kerze, an die bayerischen Kameraden weiter.

Die Feuerwehrjugend aus dem Landkreis Traunstein brachte es unmittelbar nach der Feier mit Laternen in ihre Heimatstädte und -gemeinden. Seit vielen Jahren geben es die Jugendfeuerwehren in Kirchen, in Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime sowie zu einsamen, behinderten und kranken Menschen weiter. Musikalisch umrahmt wurde die Feier auf dem Tittmoninger Stadtplatz von den Inzinger Jugendbläsern. pv