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Das Milchbauern-Manifest

Berchtesgaden - Einen Tag vor Beginn der Agrarministerkonferenz im Intercontinental Resort auf dem Obersalzberg übergaben Vertreter der heimischen Milchbauern an die Amtschefs der Agrarminister vor dem Hotel das »Milchbauern-Manifest von Berchtesgaden«.

Die Milchbauern wollen der Politik zeigen, wo es langgeht.
Packt mit an: Franz Söllner aus Obing.
Der Landkreisvorsitzender der Milchbauern, Hans Haunerdinger (r.) aus Laufen, übergab an die Beamten der Agrarminister das Milchbauern-Manifest von Berchtesgaden. Mit von der Partie waren auch Liesi Aschauer aus Teisendorf und Kreisvorsitzender Hans Leis (M.) aus Uffing vom Landesteam Bayern. Fotos: Anzeiger/Wechslinger

Milchbauer Franz Söllner aus Obing erhofft sich von der Agrarministerkonferenz, dass wieder besser auf die Bauern geschaut wird. Ein Bauer arbeite zumeist doppelt so viel wie viele andere Menschen und dennoch müssten die Bauern schauen, wie sie ihre Höfe erhalten können, stellt Söllner fest. Bei ihm habe die viele Arbeit auf dem Hof schmerzhafte Spuren am Körper hinterlassen. Es müsse einfach so viel herausschauen, dass die Nachkommen weitermachen können, fordert der Milchbauer aus Obing, der sich besonders über das Entgegenkommen seitens des Interconti-Hotels und der Polizei freut.

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Gleichwohl hoffen die Milchbauern, dass sich keine Umtreiber unter die Bauernschaft mischen und den friedlichen Protest stören. »Die Bauern sind eher ängstlich und möchten ihre Ruhe, weil sie ganz einfach fertig sind«, gab Söllner zu bedenken und drückte sein Bedauern über die Berchtesgadener Bergbauern aus: »Denen geht es ja noch schlechter als uns, die könnten auch 80 Cent für den Liter Milch bekommen.«.

Der Landkreisvorsitzende der Milchbauern, Hans Haunerdinger, hat die Minister samt Anhang für heute Abend ins Festzelt der Hotel-Event-Location mit zünftiger boarischer Musi eingeladen.

Am Freitag werden die Bauern aus der Umgebung mit ihren Bulldogs und Traktoren am Obersalzberg zusammenkommen. cw