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»Das Vereinshaus wird barrierefrei«

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Das Vereinshaus ist bis auf Weiteres eine Baustelle. Um insbesondere Barrierefreiheit herzustellen, erfolgt der Einbau eines Aufzugs.

Traunstein – Eine Baustelle ist das Vereinshaus: In dem Gebäude an der Traunerstraße, das Platz für allerlei Veranstaltungen bietet, fallen Hindernisse, die Gehbehinderten den Zutritt bislang erschwert oder unmöglich gemacht haben. So erhält das Haus insbesondere auch einen Aufzug. »Das Vereinshaus wird barrierefrei«, sagt Konad Baur, der Vorsitzende des Fördervereins Freunde des Vereinshauses, der als Betreiber den Umbau durch die Eigentümer begleitet.


»Der Umbau hat Mitte Oktober begonnen«, berichtet Baur. Die endgültige Fertigstellung sei für den Frühsommer 2021 geplant. »Ende des Jahres wird der große Saal wieder bespielbar sein«, sagt der Vorsitzende des Fördervereins, der als Betreiber der Einrichtung die Räumlichkeiten im Haus vermietet.

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Der Umbau umfasst Baur zufolge im Wesentlichen den Ausbau des historischen, denkmalgeschützten Dachstuhls, wo drei familienfreundliche Wohnungen entstehen. Der Einzug einer schallisolierten Zwischendecke über der bestehenden Decke werde »einerseits die ausgesprochen gute Akustik des Theatersaals erhalten, andererseits ein ungestörtes Miteinander zwischen Kulturbetrieb und Wohnen ermöglichen«.

Eingerichtet werde auch ein Aufzug, sodass dann auch ein barrierefreier Zugang zum großen Saal möglich sein wird. Und der Vereinsvorsitzende weiter: »Der gesamte Backstagebereich wird aufwändig erneuert und erweitert. Hier wird es vor allem eine neue Umkleide sowie Sanitäranlagen für die Künstlerinnen und Künstler geben.« Der kleine Saal sei zusätzlich mit modernster Lichttechnik ausgestattet worden und warte darauf, für Aufführungen, Vorträge, Lesungen oder kleine Konzerte genutzt zu werden.

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Für die Besucher des Vereinshauses rolle man, so Baur weiter, »einen neuen roten Teppich« aus. Nicht zuletzt werde die in die Jahre gekommene Heizung im großen Saal durch eine umweltfreundliche und energieeffiziente Anlage inklusive eines Blockheizkraftwerks ersetzt. Der Vorsitzende, der den Betrieb im Vereinshaus organisiert, sagt: »Die Eigentümer sind zuversichtlich, dass der Betrieb im Frühjahr ungestört weiterlaufen kann.«

Konrad Baur betont: »Wir haben im Vereinshaus wirklich das Beste aus der Situation gemacht. Wo aktuell oftmals die Kultur Corona-bedingt sehr zu kurz kommt, wird hier mit einer großen Investition ein starkes Signal für die Kultur gesendet.« Und zweite Vorsitzende Dr. Julia Bauer ergänzt: »Um die Kulturschaffenden in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen, stellen wir auch den großen Saal auf Anfrage für Proben, Versammlungen et cetera allen Interessierten kostenlos zur Verfügung.«

Zu den Kosten will der Bauherr laut Baur keine Angaben machen. Allerdings sei festzustellen, dass die Investitionen aufgrund der Vorgaben durch den Denkmalschutz, die einzuhalten waren, deutlich höher ausfallen, als ursprünglich geplant worden ist. Baur: »Ziel war, dass das altehrwürdige Bauwerk nicht bis zur Unkenntlichkeit umgebaut wird, sondern der bauhistorische und denkmalgeschützte Charakter auch erhalten bleibt.«

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