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Das Wasser ist da …

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Die Berchtesgadener haben das Brunnenbohrprojekt in Mbizo/Simbabwe maßgeblich unterstützt. Jetzt konnte Schwester Stephana den erfolgreichen Abschluss verkünden. Fotos: privat
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Das Wasser ist da: Mit großem Druck sprudelte es aus den Rohleitungen, nachdem die Quelle angestochen worden war.

Mbizo/Berchtesgaden – Mit großer Freude berichtet die Maria-Ward-Schwester Stephana in einem Brief an die Berchtesgadener von dem geglückten Brunnenbohrprojekt in ihrer Missionsstation in Mbizo/Simbabwe. Sie verweist dankbar darauf, dass alles nur mithilfe der Berchtesgadener möglich war und keine Kredite aufgenommen werden mussten. Weiter lädt sie die Berchtesgadener zu einem Besuch in ihrer Missionsstation ein.


So schreibt sie in ihrem Brief vom 16. März, den eine Touristin aus Afrika mitgebracht hat: »Liebe Berchtesgadener, Sie machen den 14 Nothelfern Konkurrenz! Immer wenn es in Simbabwe brannte, rief ich und das Feuer wurde mit Ihrer großherzigen Hilfe immer gelöscht. Wir danken für Ihre Treue und Sorge und für Ihr Teilen mit uns. Sie sind ganz tief in unseren Werken hier eingebaut und das schon über Jahre.«

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Schwester Stephana kommt in ihrem Schreiben noch einmal zurück auf die großen Schwierigkeiten bei der Wasserversorgung. Durch die große Dürre, den Klimawandel und die dürftigen Regenzeiten sank der Wasserspiegel der über 50 Jahre alten Tiefbrunnen so weit, bis sie ausgetrocknet waren. Es sei unvorstellbar, was das für Internat, für die Kinder, die Schwestern, das Personal, die Gärten und Tiere bedeutet. Nach einigen vergeblichen und teuren Fehlversuchen wurde nun bei einer Bohrung Wasser gefunden. Die monatelange Suche hatte Erfolg. In 75 Metern Tiefe wurde man endlich fündig. »Wasser ist Leben«, schreibt Schwester Stephana. »Mit großer Freude und tiefer Dankbarkeit standen wir vor dem Wunder der Erde.«

Das Wasser wird zum höchsten Hügel gepumpt und von dort über Rohrleitungen zu den Küchen, Schulen, Häusern und Gärten geleitet. Die gesamte Aktion konnte über Spenden und aus den Einnahmen diverser Benefizveranstaltungen wie zweier Serenaden-Abende und einer Dichterlesung mit Lorenz Heiß finanziert werden.

Schwester Stephana wäre nicht Schwester Stephana, wenn sie sich trotz ihrer 84 Jahre nun zur Ruhe setzen würde. So hat sie schon wieder ein neues Projekt im Auge und schreibt dazu: »Jetzt wollen wir für unser Mädchenwohnheim und die Küche eine Heißwasser-Solar-Anlage anschaffen. Die gute Sonne, die bei uns fast immer scheint, übernimmt dann neue Dienste und kann uns von den horrenden Stromrechnungen entlasten. Wenn das alles steht und funktioniert, dann werde ich rufen: Kommt zu uns und seht, was durch euch gewachsen ist.« Wer helfen will, bekommt Informationen in der Pfarrei St. Andreas. M.H.

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